Was bedeutet Leerlaufspannung bei PV-Modulen?

Kai Janßen
Zuletzt aktualisiert:
27/08/2021
Kategorie: Solarzellen

Unter Leerlaufspannung ist die Spannung eines Photovoltaikmoduls zu verstehen, wenn kein Verbraucher angeschlossen ist bzw. kein Strom abgegeben wird. Demzufolge ist die Leerlaufspannung die maximale Spannung eines Moduls. Die Größenangabe erfolgt in Volt [V].

Wenn die Anlage in Betrieb genommen wird, wird die Leerlaufspannung von einzelnen Modulen oder ganzen Strängen gemessen. Dabei ist die Höhe der Spannung von der jeweils vorherrschenden Temperatur der Module und der Lichteinstrahlung abhängig. 

Nehmen wir als Beispiel kurz an, dass die Temperatur und Lichteinstrahlung für einen Moment stabil sind. In dem Fall würde die erzeugte Spannung des Moduls zunächst langsam und dann immer schneller sinken - je mehr Strom produziert wird. Dabei erreicht die Spannung den Wert Null, sobald der sogenannte Kurzschlussstrom erreicht wird. 

Die elektrische Leistung eines Solarmoduls ist das Produkt aus erzeugter Spannung und abgegebenem Strom. Der Punkt, an dem die abgegebene Leistung am höchsten ist, bezeichnet man als den "Maximum-Power-Point" oder auch MPP. 

Die Leerlaufspannung ist ein wichtiger Indikator, um die Leistungsfähigkeit der einzelnen Solarmodule oder des gesamten Strangs zu messen. Mithilfe dieser Messungen können beispielsweise Störungen an den Solarzellen oder andere Probleme festgestellt werden. Die Messung sollte immer von einem Fachmann durchgeführt werden. Dieser kann die gewonnenen Daten entsprechend gut auswerten und interpretieren.

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