PV-Unterkonstruktion: Voraussetzungen und Preise

Kai Janßen
August 10, 2021

Eine gute und stabile Unterkonstruktion ist die Grundlage jeder PV-Anlage, damit später die Solarmodule gut halten und entsprechend ausgerichtet werden können. Deshalb nehmen wir diesen Artikel zum Anlass, Ihnen weitere Informationen rund um das Thema Unterkonstruktion für Photovoltaikanlagen zu geben.

Im Laufe der Jahre haben sich immer weitere Arten und Modelle entwickelt, sodass es heute eine große und breit Vielfalt an Unterkonstruktionen gibt. Durch die Entwicklung immer neuer Konstruktionen ist es möglich geworden, dass Photovoltaikanlagen auf den verschiedensten Dächern Platz finden.

Welche Arten von Unterkonstruktionen gibt es?

PV-Unterkonstruktion auf dem Ziegeldach

Die wohl häufigste Form von Unterkonstruktionen ist die auf Ziegeldächern, da die meisten Anlagen auf Einfamilienhäusern zu finden sind (und dort bevorzugt Ziegeln eingesetzt werden).

Die Montage ist einfach. Die Dachhaken werden einfach mit den Dachbalken verschraubt. Damit dies möglich ist, muss jeweils ein Stück des Dachziegels abgeschliffen werden. Meist geschieht dies mit einem Winkelschleifer.

PV-Unterkonstruktion Ziegeldach.jpg

PV-Unterkonstruktion auf einem Ziegeldach

PV-Unterkonstruktion auf dem Flachdach

Bei einer PV-Unterkonstruktion auf dem Flachdach haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie können zwischen flach aufliegenden oder aufgeständerten Solarmodulen wählen. Bei einer flachliegenden Methode müssen die Solarmodule regelmäßig gereinigt werden, weshalb sich diese nicht so gut eignet. 

Für die aufgeständerte Variante gibt es verschiedene Methoden. Sie können eine Unterkonstruktion wählen, die im Dach befestigt wird oder solche, die mit zusätzlichem Gewicht belastet wird und bei der keine Dachdurchdringung stattfindet. 

PV-Unterkonstruktion auf Freiflächen

Eine Photovoltaikanlage kann ebenfalls auf einer Freifläche angebracht werden. In diesem Fall gibt es lediglich die Methode der Aufständerung. Mit Pfosten werden die Systeme in der Erde verankert. Nicht in jedem Fall ist daher ein Betonfundament nötig. In einigen Fällen genügt ein Rammen der Pfosten in die Erde aus.

PV-Unterkonstruktion auf Trapezblechdächern

Eine weitere Art von Unterkonstruktionen sind auf Trapezblechdächern zu finden. Die Profile können direkt auf das Dach aufgebracht werden. Es sind keine weiteren Arbeiten wie Dachhaken nötig. Die Profile können entweder aufgeschraubt oder genietet werden.

Wie gelingt die Montage einer Solaranlage? Dieser Artikel verrät, welche Vor- und Nachteile eine Aufdach-Montage und welche die Indach-Montage hat. 

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Voraussetzungen für eine PV-Unterkonstruktion

Um eine Unterkonstruktion mit einer Photovoltaikanlage auf ein Dach aufzubringen, sind einige wichtige Voraussetzungen zu erfüllen.

Eine davon ist, dass das Dach die Module samt Unterkonstruktion tragen kann. Besonders bei älteren Dächern kann dies problematisch sein. Sie sollten deshalb die Dachkonstruktion von einem Statiker überprüfen lassen. Nur wenn der Statiker eine solche Konstruktion für möglich erachtet, sollten Sie den Bau einer Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach fortsetzen.

Ebenfalls sollten Sie die zu erwartenden Schneemassen und die dementsprechenden Lasten mit einberechnen. Besonders im Süden ist es essenziell. Falls dort immer viele Schneemassen zu erwarten sind, ist die Installation einer Photovoltaikanlage eher unangebracht.

Zu beachten ist ebenfalls der Wind, welcher auf die Anlage lastet. Starker Wind kann nämlich zu Beeinträchtigungen führen. Die Unterkonstruktion müsste in diesem Fall besonders fest und sicher sein. Dieser Umstand ist besonders in Küstenregionen von Bedeutung. 

Preise der PV-Unterkonstruktion

In der Regel sind die Preise für die Unterkonstruktion in der Kalkulation der eigentlichen Photovoltaikanlage enthalten. Generell wird immer von Kosten pro kWp ausgegangen. Die Kosten für die Unterkonstruktion machen einen relativ geringen Anteil an den Gesamtkosten für die Anlage aus. In den meisten Fällen betragen diese etwa 5 bis 10 Prozent. Je größer eine Anlage ist, umso höher sind auch die Kosten für die Unterkonstruktion.

Da viele Anlagen gefördert werden können, besteht ebenfalls die Möglichkeit, einen Teil der Förderung für die Unterkonstruktion zu verwenden. Dadurch können die Kosten entsprechend gesenkt werden.

Sie sollten sich im Voraus auf jeden Fall mehrere Angebote einholen, um verschiedene Anbieter miteinander vergleichen zu können. Sie sollten darauf achten, dass besonders bei der Unterkonstruktion hochwertige Materialien verwendet werden und dort nicht gespart wird.

Welche Anbieter für Montagesysteme gibt es? 

Anbieter für Montagesysteme

Das ist die Auflistung der wichtigsten Anbieter für Montagesysteme und Unterkonstruktionen:

  • Abakus
  • IBC Solar
  • Mounting Systems
  • BayWa r.e.
  • Schletter
  • Knubix
  • Altec Metalltechnik
  • Donauer
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