Betriebskosten einer Wärmepumpe: laufende Kosten pro Jahr und Monat

Kai Janßen
Zuletzt aktualisiert: 07/08/2026
Kategorie: Wärmepumpe

Betriebskosten einer Wärmepumpe: Das Wichtigste zuerst

Betriebskosten einer Wärmepumpe:
Das Wichtigste zuerst

  • Die Betriebskosten einer Wärmepumpe liegen für ein Einfamilienhaus bei 800 bis 1.900 € pro Jahr, umgerechnet rund 65 bis 160 € im Monat.
  • Die Stromkosten machen mit 600 bis 1.400 € pro Jahr den größten Teil der Betriebskosten aus. Wartung und Versicherung fallen deutlich geringer aus.
  • Luftwärmepumpen sind im Betrieb am teuersten, Erd- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen günstiger, weil sie eine höhere Jahresarbeitszahl erreichen.
  • Mit einem Wärmepumpentarif senken Sie Ihre Stromkosten um bis zu 25%.
  • Im Vergleich zu einer Gasheizung sind die Betriebskosten einer Wärmepumpe um bis zu 41% günstiger.
  • Eine Kombination mit Photovoltaik reduziert die Stromkosten um weitere 25 bis 50%.

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Wie hoch sind die Betriebskosten einer Wärmepumpe pro Jahr?

Die Betriebskosten einer Wärmepumpe liegen für ein typisches Einfamilienhaus zwischen 800 und 1.900 € pro Jahr. Gemeint sind damit alle laufenden Kosten des Jahresbetriebs, die sich aus Stromkosten, Wartungskosten und Versicherungskosten zusammensetzen. Der Stromverbrauch ist mit Abstand der größte Kostenfaktor, Wartung und Versicherung fallen deutlich weniger ins Gewicht. Optional kommt eine Zählergebühr für einen separaten Wärmepumpenzähler von rund 20 bis 100 € pro Jahr hinzu.

Die Betriebskosten sind einer von mehreren Bestandteilen der gesamten Kosten einer Wärmepumpe. Wie hoch die laufenden Kosten genau ausfallen, hängt vor allem von der Jahresarbeitszahl (JAZ) der Anlage, dem Dämmstandard des Gebäudes, der gewählten Wärmequelle und dem Stromtarif ab.

KostenstelleKosten
Stromkosten600 bis 1.400 €/Jahr
Wartungskosten150 bis 400 €/Jahr
Versicherungskostenbis zu 100 €/Jahr
Betriebskosten gesamt800 bis 1.900 €/Jahr
Betriebskosten einer Wärmepumpe: Stromkosten, Wartung und Versicherung im Vergleich

Was kostet eine Wärmepumpe im Monat?

Eine Wärmepumpe kostet im Betrieb rund 65 bis 160 € im Monat. Der Wert ergibt sich aus den jährlichen Betriebskosten von 800 bis 1.900 €, auf zwölf Monate umgerechnet. In der Heizperiode von Oktober bis März liegen die monatlichen Kosten höher, während sie im Sommer deutlich niedriger ausfallen, da die Wärmepumpe nur noch das Warmwasser bereitet.

Wie hoch die Monatskosten ausfallen, hängt stark vom Typ der Wärmepumpe ab:

WärmepumpentypBetriebskosten pro Monat
Luftwärmepumperund 105 bis 160 €
Erdwärmepumperund 85 bis 115 €
Wasser-Wasser-Wärmepumperund 65 bis 100 €

Die Monatswerte sind aus den jährlichen Betriebskosten je Typ abgeleitet (Jahreswert geteilt durch zwölf) und dienen der groben Orientierung.

Wie hoch sind die Stromkosten einer Wärmepumpe?

Die Stromkosten einer Wärmepumpe liegen für ein Einfamilienhaus je nach Wärmepumpentyp bei 600 bis 1.400 € pro Jahr. Sie hängen vom Wärmebedarf des Gebäudes, der Jahresarbeitszahl und dem Strompreis ab. Mit einem Wärmepumpenstromtarif zahlen Betreiber derzeit rund 25 Cent pro Kilowattstunde statt etwa 37 Cent für normalen Haushaltsstrom.

Die Stromkosten lassen sich in drei Schritten berechnen: Der Wärmebedarf geteilt durch die Jahresarbeitszahl ergibt den Stromverbrauch. Dieser wird mit dem Strompreis multipliziert, um die Gesamtkosten zu bestimmen. Ein Beispiel: Bei einem angenommenen Wärmebedarf von 20.000 kWh und einer Jahresarbeitszahl von 4 benötigt die Wärmepumpe rund 5.000 kWh Strom. Bei einem angenommenen Wärmepumpentarif von 0,25 €/kWh ergeben sich daraus rund 1.250 € Stromkosten im Jahr.

Typ der WärmepumpeStromkosten
Luftwärmepumpe1.000 bis 1.400 €/Jahr
Erdwärmepumpe800 bis 1.000 €/Jahr
Wasser-Wasser-Wärmepumpe600 bis 800 €/Jahr

Wie hoch sind die Betriebskosten je Wärmepumpen-Typ?

Die Betriebskosten von Wärmepumpen variieren stark je nach Typ und Effizienz der Wärmequelle. Luftwärmepumpen sind am teuersten im Betrieb. Erdwärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind günstiger, da ihre Wärmequellen stabilere Temperaturen haben und die Anlagen dadurch eine höhere Jahresarbeitszahl erreichen.

Wie hoch sind die Betriebskosten einer Luftwärmepumpe?

In einem Einfamilienhaus betragen die Betriebskosten einer Luftwärmepumpe durchschnittlich 1.250 bis 1.900 € im Jahr. Dabei machen die Stromkosten mit 1.000 bis 1.400 € den größten Teil aus. Hinzu kommen jährliche Wartungskosten zwischen 200 und 350 € sowie Versicherungskosten von bis zu 100 €.

KostenstelleKosten
Stromkosten (bei Wärmepumpentarif mit 25 Cent/kWh)1.000 bis 1.400 €/Jahr
Wartungskosten200 bis 350 €/Jahr
Versicherungskosten50 bis 100 €/Jahr
Betriebskosten1.250 bis 1.900 €/Jahr

Wie hoch sind die Betriebskosten einer Erdwärmepumpe?

Für den Betrieb einer Erdwärmepumpe rechnen Sie mit jährlichen Kosten zwischen 1.000 und 1.400 €. Die Stromkosten betragen im Durchschnitt 800 bis 1.000 €. Darüber hinaus zahlen Sie bis zu 300 € pro Jahr für die Wartung und bis zu 100 € für eine zusätzliche Versicherung.

KostenstelleKosten
Stromkosten (bei Wärmepumpentarif mit 25 Cent/kWh)800 bis 1.000 €/Jahr
Wartungskosten150 bis 300 €/Jahr
Versicherungskosten50 bis 100 €/Jahr
Betriebskosten1.000 bis 1.400 €/Jahr

Wie hoch sind die Betriebskosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe?

Die jährlichen Betriebskosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus betragen 800 bis 1.200 €. Für die Stromkosten zahlen Sie 600 bis 800 €. Hinzu kommen Wartungskosten von bis zu 300 € und optional bis zu 100 € für eine zusätzliche Versicherung.

KostenstelleKosten
Stromkosten (bei Wärmepumpentarif mit 25 Cent/kWh)600 bis 800 €/Jahr
Wartungskosten150 bis 300 €/Jahr
Versicherungskosten50 bis 100 €/Jahr
Betriebskosten800 bis 1.200 €/Jahr

Was beeinflusst die Betriebskosten einer Wärmepumpe?

Die Höhe der Betriebskosten hängt vor allem von der Effizienz der Anlage und vom Zustand des Gebäudes ab. Vier Faktoren bestimmen, ob sie am unteren oder oberen Ende der Kostenspanne liegen:

  • Jahresarbeitszahl (JAZ): Die JAZ gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme die Anlage übers Jahr aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt. Eine JAZ von 4 bedeutet, dass aus einer Kilowattstunde Strom vier Kilowattstunden Wärme werden. Je höher die JAZ, desto weniger Strom verbraucht die Wärmepumpe. Der COP (Coefficient of Performance) beschreibt dasselbe Verhältnis, allerdings nur für einen einzelnen Betriebspunkt im Prüflabor, nicht übers Jahr gemittelt.
  • Wärmebedarf und Dämmung: Ein gut gedämmtes Haus braucht weniger Heizwärme und damit weniger Strom. Im unsanierten Altbau liegen die Betriebskosten höher als im Neubau, weil die Wärmepumpe mit höheren Vorlauftemperaturen arbeiten muss und ihre JAZ sinkt.
  • Strompreis und Tarif: Ein spezieller Wärmepumpentarif senkt den Arbeitspreis spürbar. Voraussetzung ist in der Regel ein separater Stromzähler für die Wärmepumpe.
  • Dimensionierung: Eine zu groß oder zu klein ausgelegte Wärmepumpe arbeitet ineffizient und verursacht höhere Stromkosten. Eine fachgerechte Auslegung durch einen Fachbetrieb hält die laufenden Kosten niedrig.

Betriebskosten einer Wärmepumpe im Vergleich zu Gas und Öl

Wärmepumpen gewinnen bei hoher Jahresarbeitszahl einen großen Teil der Wärme aus der Umwelt (Luft, Erdreich oder Grundwasser). Deshalb liegen ihre Energiekosten deutlich unter denen von Gas- und Ölheizungen.

KostenstelleWärmepumpeGasheizungÖlheizung
Energiekosten600 bis 1.400 €/Jahr1.800 bis 2.600 €/Jahr2.000 bis 2.800 €/Jahr
Wartungskosten150 bis 400 €/Jahr150 bis 300 €/Jahr200 bis 400 €/Jahr
Versicherungskostenbis zu 100 €/Jahr--
Betriebskosten gesamt800 bis 1.900 €/Jahr1.950 bis 2.900 €/Jahr2.200 bis 3.200 €/Jahr

Betreiber von Gas- oder Ölheizungen tragen zusätzlich ein Preisrisiko durch den steigenden CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe. Zudem steigen die Netzentgelte, da sich die Kosten des Gasnetzes auf immer weniger Kunden verteilen. Die Betriebskosten einer Wärmepumpe sind von diesen Unsicherheiten weniger betroffen, da der Strommix durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien langfristig günstiger und unabhängiger wird.

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Betriebskosten einer Wärmepumpe im Vergleich zur Gasheizung

Die Wärmepumpe ist im Betrieb deutlich günstiger als eine Gasheizung. Der Unterschied ergibt sich aus ihrer hohen Effizienz: Während eine Gasheizung aus einer Kilowattstunde Energie maximal eine Kilowattstunde Wärme erzeugt, liefert die Wärmepumpe drei bis fünf Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom.

Die folgende Beispielrechnung zeigt die Wirtschaftlichkeit einer Luftwärmepumpe im teilweise sanierten Altbau gegenüber einer neuen Gastherme. Sie beruht auf angenommenen, marktüblichen Investitionskosten (Luftwärmepumpe rund 36.000 €, Gasheizung rund 16.000 €, jeweils brutto inklusive Einbau) und einer angenommenen staatlichen Förderung von 55% der förderfähigen Kosten. Diese Quote setzt sich aus der Grundförderung von 30%, dem Klimageschwindigkeitsbonus von 20% und dem Effizienzbonus von 5% zusammen; über den Einkommensbonus sind nach der Heizungsförderung der KfW (Programm 458) bis zu 70% möglich. Die förderfähigen Kosten sind dabei auf 30.000 € je Wohneinheit gedeckelt (maximal 21.000 € Zuschuss).

VariableLuftwärmepumpeGasheizung
Investitionskosten (brutto)36.000€16.000€
Förderung (55%, gedeckelt auf 30.000 €)-16.500€0€
Investitionskosten (netto)19.500€16.000€
Wirkungsgrad300%95%
Wärmebedarf20.000 kWh/Jahr20.000 kWh/Jahr
Energieverbrauch6.667 kWh/Jahr21.053 kWh/Jahr
Energiepreis0,25 €/kWh (mit Wärmepumpentarif)0,11 €/kWh
jährliche Heizkosten1.667€2.316€
jährliche Wartungskosten200€200€
jährliche Betriebskosten1.867€2.516€
Gesamtkosten nach 1 Jahr21.367€18.516€
Gesamtkosten nach 5 Jahren28.835€28.580€
Gesamtkosten nach 10 Jahren38.170€41.160€
Gesamtkosten nach 15 Jahren47.505€53.740€
Gesamtkosten nach 20 Jahren56.840€66.320€

Nach gut fünf Jahren gleichen sich die Gesamtkosten aus. Danach ist die Wärmepumpe zunehmend günstiger. Nach 20 Jahren beträgt die Ersparnis durch die Wärmepumpe rund 9.500 €. Dabei sind mögliche Gaspreissteigerungen durch steigende CO₂-Abgaben noch nicht eingerechnet.

Aktuelle Marktdaten des Vergleichsportals Verivox bestätigen den Trend: Für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Erdgas fielen 2025 im Schnitt 2.256 € an Heizkosten an. Eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 4 benötigt für die gleiche Heizleistung nur 5.000 kWh Wärmepumpenstrom. Bei rund 25 Cent pro Kilowattstunde kostet dieser etwa 1.250 €. Das sind rund 45% weniger als die 2.256 € für Gas. Selbst mit einer weniger effizienten Wärmepumpe (JAZ von 2,7) sparen Betreiber gegenüber der Gasheizung immer noch rund 18% an Kosten.

Wie lassen sich die Betriebskosten einer Wärmepumpe senken?

Die Betriebskosten einer Wärmepumpe senken Sie vor allem über den Strompreis und die Effizienz der Anlage. Vier Hebel sind besonders wirksam:

  • Wärmepumpentarif nutzen: Ein spezieller Heizstromtarif kostet rund 25 Cent pro Kilowattstunde statt etwa 37 Cent für Haushaltsstrom und senkt die Stromkosten um bis zu 25%. Voraussetzung ist ein separater Wärmepumpenzähler.
  • Mit Photovoltaik kombinieren: Nutzen Sie selbst erzeugten Solarstrom für die Wärmepumpe, sinken die Stromkosten deutlich. Mit einem zusätzlichen Stromspeicher lässt sich der Anteil weiter erhöhen.
  • Dynamischen Stromtarif prüfen: Bei einem dynamischen Tarif richtet sich der Preis nach der Strombörse. Wer die Wärmepumpe in günstige Stunden steuert, senkt den Arbeitspreis zusätzlich.
  • Effizienz erhalten: Eine regelmäßig gewartete, richtig eingestellte Wärmepumpe mit niedriger Vorlauftemperatur erreicht eine höhere Jahresarbeitszahl und verbraucht weniger Strom.

Wie hoch sind die laufenden Kosten einer Wärmepumpe mit Photovoltaik?

Eine Wärmepumpe mit Photovoltaik senkt vor allem den Stromkostenanteil der Betriebskosten. Nutzen Sie PV-Überschussstrom für Ihre Wärmepumpe, sinken die Stromkosten um rund 25% auf 400 bis 1.000 € pro Jahr. In Kombination mit einem Stromspeicher reduzieren Sie die Stromkosten um bis zu 50% auf nur noch 200 bis 500 € pro Jahr. Den eingesparten Stromkosten stehen die laufenden Kosten der PV-Anlage für Wartung und Versicherung gegenüber.

Nebenkostenabrechnung der Wärmepumpe für Vermieter

Vermieter, die eine Wärmepumpe betreiben, müssen die Heizkosten verbrauchsabhängig auf die Mieter umlegen. Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  • Verbrauchserfassung: Installieren Sie Heizkostenverteiler oder Wärmemengenzähler in allen Wohneinheiten. Nur mit genauen Messwerten lassen sich die Kosten verbrauchsabhängig abrechnen.
  • Kostenaufteilung: Nach der Heizkostenverordnung müssen mindestens 50% und höchstens 70% der Heizkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden. Der Rest wird nach Wohnfläche verteilt.
  • Erfassbare Kosten: Zu den umlagefähigen Betriebskosten zählen die Stromkosten und die Wartungskosten einer Wärmepumpe. Nicht umlagefähig sind Reparaturkosten oder die Anschaffungskosten der Anlage.
  • Abrechnungszeitraum: Die Abrechnung muss spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums bei den Mietern eingehen. Verspätete Abrechnungen sind nicht mehr durchsetzbar.
  • Transparenz: Weisen Sie alle Kostenpositionen einzeln aus. Mietern steht das Recht auf Einsicht in die Belege zu.

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