Eine Brauchwasserwärmepumpe erwärmt das Warmwasser effizient und arbeitet unabhängig von der bestehenden Heizung. Das reduziert Energiekosten und entlastet das Heizsystem. Wann sich eine Brauchwasserwärmepumpe lohnt, welche Vorteile sie bietet und wie hoch die Kosten sind, erfahren Sie in diesem Artikel.
Das Wichtigste zuerst
- Eine Brauchwasserwärmepumpe erzeugt Warmwasser effizient aus Umgebungsluft und arbeitet unabhängig von der Heizung.
- Sie lohnt sich bei konstantem Warmwasserbedarf und in Kombination mit PV.
- Vorteile sind geringe Kosten, hohe Effizienz und einfache Installation.
- Der Stromverbrauch liegt bei 250 bis 350 kWh pro Person.
- Die Kosten liegen je nach Ausstattung zwischen 1.700 und 5.000 €.
Was ist eine Brauchwasserwärmepumpe?
Was ist eine Brauchwasser-
wärmepumpe?
Eine Brauchwasserwärmepumpe ist ein Gerät, das Umgebungsluft zur Warmwasserbereitung nutzt. Sie entzieht der Raumluft Wärme und überträgt diese auf das Trinkwasser im integrierten Speicher. Dies senkt den Energieverbrauch für Warmwasser deutlich. Die Geräte arbeiten unabhängig von der Heizung und eignen sich ideal für Haushalte mit konstantem Warmwasserbedarf.
Ist eine Brauchwasserwärmepumpe das gleiche wie eine Warmwasserwärmepumpe?
Eine Brauchwasserwärmepumpe ist das gleiche wie eine Warmwasser-Wärmepumpe. Manchmal wird auch die Bezeichnung Trinkwasser-Wärmepumpe angewandt. Die Begriffe beschreiben dasselbe Gerät zur effizienten Bereitung von Warmwasser, das zum Duschen, Waschen oder Kochen „verbraucht“ wird.
Ist eine Brauchwasserwärmepumpe das gleiche wie eine Warmwasserwärme-
pumpe?
Eine Brauchwasserwärmepumpe ist das gleiche wie eine Warmwasserwärme-
pumpe. Manchmal wird auch die Bezeichnung Trinkwasser-Wärmepumpe angewandt. Die Begriffe beschreiben dasselbe Gerät zur effizienten Bereitung von Warmwasser, das zum Duschen, Waschen oder Kochen „verbraucht“ wird.
Wie funktioniert sie?
Eine Brauchwasserwärmepumpe funktioniert, indem sie Wärme aus der Umgebungsluft auf das Warmwasser überträgt. Das Gerät saugt Luft an und entzieht ihr Wärme. Ein Kältemittel nimmt diese Wärme auf und verdampft. Der Kompressor verdichtet den Dampf und erhöht so die Temperatur des Dampfes. Danach gibt der Wärmetauscher die Wärme an das Trinkwasser im Speicher ab. Das Kältemittel kühlt wieder ab und der Kreislauf beginnt von vorn.

Funktionsprinzip einer Brauchwasserwärmepumpe
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Wann ist eine Brauchwasserwärmepumpe sinnvoll?
Wann ist eine Brauchwasser-
wärmepumpe sinnvoll?
Eine Wärmepumpe für Warmwasser ist sinnvoll, wenn Sie Ihr Warmwasser effizient und unabhängig von Ihrer Heizung erzeugen möchten. Sie lohnt sich besonders in Häusern mit konstantem Warmwasserbedarf und Gebäuden mit alter Heizung, die durch die Wärmepumpe entlastet wird. Indem Sie eine Brauchwasserwärmepumpe nachrüsten, können Sie Energiekosten schnell und einfach senken. Sie profitieren zusätzlich, wenn Sie eine PV-Anlage haben, weil Sie den Warmwasserbedarf dann mit eigenem Solarstrom decken können. Dies reduziert die Betriebskosten der Brauchwasserwärmepumpe deutlich.
Was sind ihre Vor- und Nachteile?
Die Vorteile einer Brauchwasserwärmepumpe liegen in ihrer hohen Effizienz, den geringen Anschaffungskosten und der einfachen Installation. Sie arbeitet entkoppelt von der Heizung und nutzt vorhandene Wärmequellen. Nachteile sind die langsamere Warmwasserbereitung als beim Durchlauferhitzer oder Boiler und höhere Stromkosten, wenn Sie kein PV-Strom nutzen. Außerdem entzieht das Gerät dem Aufstellraum Wärme, was nicht in jedem Gebäude sinnvoll ist.
Die Vorteile einer Brauchwasserwärme-
pumpe liegen in ihrer hohen Effizienz, den geringen Anschaffungskosten und der einfachen Installation. Sie arbeitet entkoppelt von der Heizung und nutzt vorhandene Wärmequellen. Nachteile sind die langsamere Warmwasserbereitung als beim Durchlauferhitzer oder Boiler und höhere Stromkosten, wenn Sie kein PV-Strom nutzen. Außerdem entzieht das Gerät dem Aufstellraum Wärme, was nicht in jedem Gebäude sinnvoll ist.
Vorteile:
Nachteile:
Wie hoch ist der Stromverbrauch von Brauchwasserwärmepumpen?
Wie hoch ist der Stromverbrauch
von Brauchwasser-
Wärmepumpen?
Brauchwasserwärmepumpen verbrauchen rund 250 bis 350 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Person und Jahr. Das heißt, für einen 4-Personen-Haushalt können Sie mit einem jährlichen Stromverbrauch von ca. 1.000 bis 1.400 kWh rechnen. Der genaue Verbrauch hängt vom Speichervolumen, der Nutzung und der Lufttemperatur ab.
Der durchschnittliche Warmwasserbedarf beträgt 30 bis 40 Liter pro Person und Tag. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über den Stromverbrauch je nach Speichervolumen der Wärmepumpe.
| Speichervolumen | Jährlicher Stromverbrauch |
|---|---|
| 100 Liter | 450 – 600 kWh |
| 150 Liter | 600 – 800 kWh |
| 200 Liter | 750 – 1.000 kWh |
| 250 Liter | 900 – 1.200 kWh |
| 300 Liter | 1.100 – 1.400 kWh |
Gibt es Tests zu Brauchwasserwärmepumpen?
Gibt es Tests zu Brauchwasser-
wärmepumpen?
Einen umfassenden unabhängigen Testbericht durch zum Beispiel Stiftung Warentest gibt es nicht. In dem Artikel der BILD werden jedoch bekannte Warmwasser- bzw. Brauchwasserwärmepumpen vorgestellt:
Viessmann – Vitocal 262-A (200 l / 300 l, Monoblock/Split, bis 70 °C, COP ≈ 4,0)
Buderus – Logatherm WPT (251 l, Monoblock, leiser Betrieb ≈ 56 dB, COP ≈ 3,6)
Stiebel Eltron – WWK 222/302 (220 l / 302 l, Monoblock, sehr leise ≈ 45 dB)
Vaillant – aroSTOR VWL B/BM (200 l / 270 l, kompakte Bauweise, COP ≈ 3,6, R290-Kältemittel)
Bosch – Compress 3000 DW (270 l, Monoblock, COP ≈ 3,7, PV-/Solar-kompatibel)
Welche Erfahrungen machen Nutzer?
Ein Nutzer auf der Plattform akkudoktor.net berichtet von der Installation einer Brauchwasserwärmepumpe in einem Reihenmittelhaus mit geringem Keller- bzw. Aufstellraum-Abwärmepotenzial. Er hat bereits eine Photovoltaikanlage installiert und empfiehlt eine Brauchwasserwärmepumpe besonders, wenn Überschussstrom vorhanden ist. Laut seinen Angaben entfeuchtet das Gerät den Keller spürbar, doch die Lautstärke sei zu beachten. Gleichzeitig nennt er Kalk im Wasser als möglichen Risikofaktor und weist darauf hin, dass im Winter die Raumtemperatur im Aufstellraum etwas absinke.
Mehrere Nutzer im Forum HaustechnikDialog berichten von langjährigen Praxiswerten mit Brauchwasserwärmepumpen im Keller oder unbeheizten Räumen. Positive Aspekte sind unter anderem die Entfeuchtung des Raums, die gute Kombinierbarkeit mit Photovoltaik und ein stabiler Betrieb. Kritisch wird gesehen, dass bei feuchten oder nicht gut gedämmten Kellern die Lufttemperatur sinkt und damit die Effizienz abnimmt. Die Nutzer weisen zudem darauf hin, dass eine gute Einbindung in Steuerung und PV-Überschuss die Wirtschaftlichkeit deutlich erhöht.
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Was kostet eine Brauchwasserwärmepumpe?
Die Preise von Brauchwasserwärmepumpen liegen zwischen 1.500 und 3.000 €. Für den Einbau zahlen Sie rund 100 bis 350 €. Wenn zusätzlicher Aufwand entsteht, etwa durch Abluftkanäle oder einen Wärmetauscher, steigen die Kosten. Insgesamt betragen die Gesamtkosten je nach Ausstattung 1.600 bis 5.350 €.
| Kostenstelle | Kosten |
|---|---|
| Brauchwasserwärmepumpe | 1.500 – 3.000 € |
| Installation | 100 – 350 € |
| zusätzliches Zubehör (optional) | bis 2.000 € |
Eine Brauchwasser-Wärmepumpe verbraucht in einem Einfamilienhaus durchschnittlich 1.000 bis 1.400 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Strompreis von 35 Cent pro kWh liegen die jährlichen Betriebskosten damit bei ca. 355 bis 490 €. Mit einer PV-Anlage sinken die Kosten deutlich, weil ein großer Teil des Warmwasserbedarfs mit eigenem Solarstrom gedeckt wird.
Gibt es Förderungen?
Für eine Brauchwasserwärmepumpe gibt es zwar keine direkte Förderung. Sie kann jedoch als Umfeldmaßnahme im Rahmen der BEG-Förderung mitgefördert werden, wenn Sie gleichzeitig Ihre Heizungsanlage auf eine förderfähige Wärmepumpe umstellen. In diesem Fall gehören Anschaffung und Einbau der Brauchwasserwärmepumpe zu den förderfähigen Begleitkosten und werden anteilig bezuschusst.
Wie effizient sind Brauchwasserwärmepumpen?
Wie effizient sind Brauchwasser-
wärmepumpen?
Brauchwasserwärmepumpen arbeiten sehr effizient und nutzen rund zwei Drittel der Energie aus der Umgebungsluft. Die Geräte erreichen meist eine Leistungszahl (COP) von 3 bis 4, was bedeutet, dass sie aus 1 kWh Strom bis zu 4 kWh Wärme erzeugen. Sie sparen damit deutlich Energie im Vergleich zu elektrischen Warmwasserbereitern, die aus 1 kWh Strom 1 kWh Wärme produzieren.
Kann ich eine Brauchwasserwärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren?
Kann ich eine Brauch-
wasserwärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren?
Sie können problemlos eine Brauchwasserwärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombinieren. Die Wärmepumpe nutzt dann bevorzugt Ihren überschüssigen Solarstrom und erwärmt das Wasser vor allem tagsüber. Sie stellen dazu eine einfache PV-Überschusssteuerung ein oder nutzen eine Zeitschaltung. So erhöhen Sie Ihren Eigenverbrauch und senken die Stromkosten deutlich.
Sie können problemlos eine Brauchwasser-
wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombinieren. Die Wärmepumpe nutzt dann bevorzugt Ihren überschüssigen Solarstrom und erwärmt das Wasser vor allem tagsüber. Sie stellen dazu eine einfache PV-Überschusssteuerung ein oder nutzen eine Zeitschaltung. So erhöhen Sie Ihren Eigenverbrauch und senken die Stromkosten deutlich.
Wo ist der ideale Aufstellungsort?
Der ideale Aufstellungsort für eine Brauchwasserwärmepumpe ist der Keller oder ein Heizungs- bzw. Hauswirtschaftsraum. Diese Räume bieten genügend Platz, liefern konstante Umgebungstemperaturen und stellen oft Abwärme bereit, die die Wärmepumpe effizient nutzt. Zusätzlich sinkt die Luftfeuchtigkeit, was Schimmel vorbeugt und dafür sorgt, dass Wäsche in diesem Raum schneller trocknet.
Welche Hersteller gibt es?
Es gibt mehrere etablierte Hersteller, die Brauchwasserwärmepumpen in hoher Qualität anbieten. Die Modelle unterscheiden sich vor allem in Effizienz, Speichergröße, Lautstärke und der Möglichkeit zur Einbindung von Solarstrom.
Die wichtigsten Hersteller sind:
- Viessmann
- Vaillant
- Buderus
- Bosch / Junkers
- Stiebel Eltron
- Alpha Innotec
- Glen Dimplex
- Ochsner
- Ariston
- Atlantic
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