PV-Modul Größe und Gewicht einfach erklärt

Kai Janßen
Zuletzt aktualisiert: 18/11/2021
Kategorie: Solarpanel

Für die Planung einer PV-Anlage sind die Größe und das Gewicht der Solarmodule nicht unerheblich. In diesem Artikel klären wir auf, welche PV-Modul-Größen und Gewichte es gibt und was Sie dabei beachten sollten. 

Das wichtigste zuerst

Solarmodul Größe

Standard-Module bestehen aus 60 Zellen und sind 170x100cm groß. Es gibt aber auch andere Größen.

Solarmodul Gewicht

Das Gewicht von PV-Modulen hängt von der Größe und der Bauweise ab. Glas-Glas-Module sind 3-6 kg schwerer.

Größer ist nicht besser

Die Größe eines Solarmoduls ist nicht entschieden. Es zählt die Leistung und diese hängt auch vom Wirkungsgrad ab.

Wie viele Solarmodule? 

Bei einer 60 m² großen Fläche passen ca. 10 kWp Maximalleistung auf das Dach. Beauftragen Sie am besten einen geprüften Solarteur.

Solarmodul Größe

Die meisten PV-Module bestehen aus 60 einzelnen Solarzellen. Diese sind häufig 156 mm x 156 mm groß. Die Gesamtgröße eines durchschnittlichen PV-Moduls beträgt 1700 mm x 1000 mm. Dementsprechend beträgt die Fläche eines solchen Solarmoduls 1,7 Quadratmeter. 

Allerdings gibt es neben Solarmodulen mit dieser Abmessung auch noch viele andere Größen. So sind auf dem Markt auch Photovoltaikmodule mit 36, 48, 54 oder 72 Zellen vorzufinden.

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Photovoltaik Modul Maße: gibt es Standardgrößen?

Eine feste Standardgröße für Solarmodule gibt es nicht. Allerdings haben sich in der Branche gewisse Standards durchgesetzt, die auf den Herstellungsprozess der Solarmodule zurückzuführen sind. 

Für die Hersteller von PV-Modulen sinnvoll, diese in einer vergleichbaren Größe wie konkurrierende Hersteller zu fertigen, da dann für die Ausrüstung der Fertigungsstraße auf Standardmaschinen zurückgegriffen werden kann. 

In den letzten Jahren hat sich zudem ein Trend zu größeren Solarmodulen angedeutet. Diese können kostengünstiger produziert werden, da beispielsweise weniger Aluminium für den Rahmen benötigt wird. 

Wie groß ist eine Solarzelle?

In den meisten Fällen ist eine Solarzelle 6 Zoll im Quadrat, variiert allerdings je nach Hersteller. Das bedeutet, dass sowohl ihre Länge, als auch ihre Breite jeweils ungefähr 15,6 cm messen. Neben der dominierenden 6-Zoll-Zelle, werden häufig auch 5-Zoll-Zellen mit Ausmaßen von 12,5 cm x 12,5 cm verbaut. 

Da Halbzellen relativ geringe Leistungsverluste aufweisen, werden immer mehr Module mit diesem Zelltypus ausgestattet. Hierfür werden gewöhnliche Solarzellen halbiert. Eine 6-Zoll-Zelle besitzt dann folglich die Maße 15,6 cm x 7,8 cm.

Solarmodul mit Solarzellen auf dem Dach

PV-Module bestehen aus Solarzellen

Wie wichtig ist die Größe des PV Moduls?

Bei PV-Modulen kommt es nicht unbedingt auf die Größe an. Entscheidend ist hier die Maximalleistung (Wp oder kWp), die nicht nur von der Größe, sondern auch vom Wirkungsgrad der Solarzellen abhängig ist. So können kleinere PV-Module eine höhere Maximalleistung haben als größere. 

Anzahl der Solarzellen

Verteilung der Zellen

Größe PV-Modul (mm)

Leistung (Wp)

36

4 x 9

1500 mm x 700 mm

200 Wp

48

6 x 9

1350 mm x 1000 mm

260 Wp

54

6 x 8

1480 mm x 1000 mm

290 Wp

60

6 x 10

1650 mm x 1000 mm

330 Wp

72

6 x 12

2000 mm x 1000 mm

410 Wp

120 (Halbzellen)

6 x 20

1700 mm x 1000 mm

350 Wp

Zu beachten sind zudem noch die Modul- bzw. Zellarten.

Monokristalline Zellen besitzen beispielsweise die höchste Effizienz bei der Umwandlung von Sonnenlicht in nutzbaren Strom. Polykristalline Solarzellen und Dünnschichtzellen hingegen produzieren auf der gleichen Fläche weniger elektrischen Strom. 

Prinzipiell ist es in den meisten Fällen am besten, die verfügbare Fläche auf dem Dach mit einer Solaranlage komplett auszunutzen. Denn so kann der höchste Ertrag realisiert werden. Die Planungskosten sind nur in sehr geringem Maße von der Größe der PV-Anlage abhängig. Je mehr Fläche genutzt werden kann, desto geringer fallen demnach die Installationskosten pro Quadratmeter aus. 

Solarmodul Gewicht

Ein PV-Modul wiegt meist 60 Gramm pro Wp. Die auf dem Markt verfügbaren Solarmodule haben in der Regel ein Gewicht von 18 bis 21 Kilogramm. Dieser hängt allerdings nicht nur von der Größe, sondern auch von der Bauweise des Moduls ab. Glas-Glas-Module wiegen durch die zweite Glasscheibe mehr als Glas-Folie-Module. 

Zum Eigengewicht der Solarzellen kommt das Gewicht der Haltevorrichtung des Moduls hinzu.

Je höher der Wirkungsgrad, desto höher ist auch der Preis der PV-Module. Die effizientesten Solarmodule werden beispielsweise auf Raumstationen eingesetzt, wo kein Platz für unnötige Kilos ist (und wo Kosten unwichtig sind). Industrielle Freiflächenanlagen bestehen hingegen aus den kostengünstigsten Modulen, da hier die Modulgrößen und das Gewicht eine untergeordnete Rolle spielen und die Rentabilität im Vordergrund steht. Installationen auf Häusern liegen irgendwo in der Mitte - sie sollten in Bezug auf Fläche, Kapazität und Gewicht so gewählt werden, dass sie die Fläche des Daches maximieren und gleichzeitig den Anforderungen gerecht werden.

Neben der Anzahl der Solarzellen ist auch die Bauweise des Photovoltaikmoduls entscheidend. Glas-Glas-Module unterscheiden sich von Glas-Folie-Modulen dadurch, dass sie auf beiden Seiten durch gehärtetes Glas geschützt sind.

Dadurch gewinnen sie an mechanischer Festigkeit und chemischer Beständigkeit, was beispielsweise in Küstengebieten sehr wichtig ist.

Die Nachteile dieser Lösung sind ein höherer Preis und ein höheres Gewicht von 3 bis 6 kg.

Hersteller

Q CELLS

Solarwatt

ZNShine

Model

Q.PEAK-G4.1 305

Vision 60M high power 305Wp

ZXM6-TD60-300

Nennleistung

305Wp (-0;+5Wp)

305Wp (-15Wp;+15Wp)

300Wp (-0;+3Wp)

Wirkungsgrad

18,30%

18,51%

18,24%

Größe (mm)

1670 x 1000

1680 x 990

1658 x 992

Gewicht (kg)

18,8 kg

22,8 kg

21 kg

Bauweise

Glas-Folie

Glas-Glas

Glas-Glas

Anlage mit 5 kW Leistung - Fläche

28 m²

28,3 m²

28 m²

Anlage mit 5 kW Leistung - Gewicht

306 kg

374 kg

357 kg

Wie Sie sehen können, sind die Glas-Glas-Module bei gleicher Leistung deutlich schwerer als Glas-Folie. Das sollten Sie bei Ihrer Wahl berücksichtigen. 

Warum ist das Gewicht eines Solarmoduls wichtig?

Das Gewicht eines Solarmoduls ist nicht nur für dessen Montage wichtig. Schließlich kann das Eigengewicht der Solaranlage die Stabilität eines Daches negativ beeinträchtigen. 

Um die Traglast des Daches zu gewährleisten, muss zu dem Gewicht des jeweils verbauten Photovoltaikmoduls noch das Gewicht der jeweiligen Modulhalterung addiert werden.

Insgesamt kann als Faustwert von 20 kg pro Quadratmeter ausgegangen werden. Insbesondere in schneereichen Gebieten ist allerdings noch mit einer zusätzlichen Gewichtslast durch eine etwaige Schneedecke zu kalkulieren. Wie Sie Ihre Anlage vom Schnee freihalten erfahren Sie in diesem Artikel

Für die Berechnung der Gesamtlast und Zusammensetzung der Installation sollten Sie einen geprüften Solarteur beauftragen.

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Solarmodule Größe berechnen

Wie viel Fläche muss zur Verfügung stehen, um eine Photovoltaikanlage mit einem definierten Stromertrag zu errichten? Die folgende Übersicht liefert Ihnen einen grobe Überblick. 

Zellentyp

Monokristallin

Polykristallin

Dünnschicht

Leistung

1 kWp

1 kWp

1 kWp

Benötigte Fläche

6 bis 9 m²

7 bis 10 m²

10 bis 12 m²

Mithilfe dieser Faustzahlen lässt sich die maximale Leistung einer Solaranlage auf einer gegebenen Dachfläche dann ganz einfach berechnen. Hierfür wird die verfügbare Quadratmeteranzahl durch die Werte aus der Tabelle geteilt.

Auf einer Fläche mit 60 Quadratmetern können demnach monokristalline Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von bis zu 10 kWp installiert werden. 

Berücksichtigt werden muss allerdings, dass zumeist nicht die gesamte Dachfläche als geeignet für eine Solaranlage eingestuft werden kann. So müssen zum Beispiel Abstände zu Nachbargebäuden beachtet werden. Auch Schornsteine können die verfügbare Dachfläche reduzieren. 

Ein Solarteur wird Ihnen bei der Berechnung der genauen Dachfläche helfen. Wir verbinden Sie gerne mit professionellen Fachbetrieben für Photovoltaikanlagen. Füllen Sie dazu einfach das untere Formular aus. 

Nicht nur auf die Größe (und Gewicht) kommt es an

Die meisten Solarmodule sind 1700 mm x 1000 mm groß und bestehen aus 60 Siliziumzellen. Mit der Modulgröße ist häufig auch seine Leistung gemeint. Ein modernes Modul schafft ca. 350 Wp.

Ein Solarmodul in Standardgrößen wiegt zwischen 17 und 20 Kilogramm. Das Gewicht hängt dabei auch von der Bauweise ab. Glas-Glas-Module sind um 3 bis 6 Kilogramm schwerer als Glas-Folie-Module. 

Bei der Wahl der richtigen Photovoltaikmodule ist allerdings die Maximalleistung ausschlaggebend. Diese hängt nicht nur von der Größe des Solarmoduls ab, sondern auch von seinem Wirkungsgrad. Je höher der Wirkungsgrad des PV-Moduls, desto mehr Leistung erzeugt Ihre PV-Anlage. 

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