Ein Brand im eigenen Zuhause ist eine beängstigende Vorstellung. Die Wahl Ihres Dämmstoffs kann entscheidend zur Brandsicherheit beitragen. In diesem Artikel erfahren Sie alles über nicht brennbare A1-Dämmung und wie Sie Ihr Zuhause effektiv schützen.
Das Wichtigste zuerst
- Nicht brennbare Dämmstoffe gehören zur höchsten Brandschutzklasse A1 oder A2.
- Mineralische Dämmstoffe wie Steinwolle und Glaswolle sind von Natur aus nicht brennbar.
- Die richtige Dämmung verhindert im Brandfall die schnelle Ausbreitung von Feuer.
Was bedeutet nicht brennbare Dämmung?
Nicht brennbare Isolierung bezeichnet Dämmmaterialien, die im Brandfall nicht oder nur in sehr geringem Maße zum Feuer beitragen. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des baulichen Brandschutzes. Die richtige Wahl des Dämmstoffs kann die Ausbreitung eines Brandes verlangsamen. Das verschafft im Notfall wertvolle Zeit für die Flucht und erleichtert den Rettungskräften die Löscharbeiten.
Baustoffklassen kurz erklärt
Die europäische Norm DIN EN 13501-1 teilt Baustoffe in verschiedene Klassen ein. Für Dämmstoffe sind vor allem die Klassen A1 und A2 relevant. Materialien der Klasse A1 sind vollständig feuerfest. Materialien der Klasse A2 enthalten geringe Mengen brennbarer Stoffe, gelten aber ebenfalls als nicht brennbar. Zusätzlich wird die Rauchentwicklung (s1 bis s3) und das brennende Abtropfen (d0 bis d2) bewertet.
Im Folgenden stellen wir Ihnen die gängigsten nicht brennbaren Dämmstoffe der Klasse A1 vor und beschreiben deren Eigenschaften und Einsatzgebiete.
Nicht brennbare Dämmstoffe (A1) und ihre Eigenschaften
1. Mineralwolle
Mineralwolle ist ein Sammelbegriff für Steinwolle und Glaswolle. Sie ist von Natur aus nicht brennbar und extrem hitzebeständig. Ihr Schmelzpunkt liegt bei über 1.000 Grad Celsius. Mineralwolle wird aus Gesteinsarten wie Basalt oder aus recyceltem Glas hergestellt. Die Rohstoffe werden geschmolzen und zu feinen Fasern versponnen. Diese Fasern schließen viel Luft ein, was für eine hervorragende Wärmedämmung sorgt. Im Brandfall verhindert Mineralwolle die Ausbreitung des Feuers auf andere Gebäudeteile.

Glas- und Steinwolle sind nicht brennbar und haben eine geringe Wärmeleitfähigkeit (© ronstik/stock.adobe.com)
2. Perlite
Perlite ist ein natürliches Vulkangestein. Es wird erhitzt und bläht sich dabei auf ein Vielfaches seines ursprünglichen Volumens auf. Dadurch entsteht ein leichtes Granulat mit vielen kleinen Lufteinschlüssen. Diese Porenstruktur sorgt für eine gute Wärmedämmung. Perlite ist nicht brennbar und verrottet nicht. Es wird häufig als Schüttdämmung in Hohlräumen von Dächern und Decken eingesetzt.
3. Schaumglas
Schaumglas wird aus recyceltem Glas hergestellt. Das Glas wird gemahlen, mit einem Treibmittel vermischt und aufgeschäumt. Das Ergebnis ist ein leichter, aber sehr stabiler Dämmstoff. Schaumglas ist absolut wasserdicht und druckfest. Im Brandfall entwickelt es weder Rauch noch giftige Gase. Eine Besonderheit ist der sogenannte Melt-Shield-Effekt: Bei großer Hitze glasiert die Oberfläche und bildet einen Schutzschild. Schaumglas eignet sich besonders für die Dämmung von Kellern und Flachdächern.
4. Calciumsilikat
Calciumsilikatplatten bestehen aus Kalk, Sand und Wasser. Diese Rohstoffe werden unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen zu Platten gepresst. Calciumsilikat ist nicht brennbar und diffusionsoffen. Das bedeutet, es kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Diese Eigenschaft macht es zum idealen Dämmstoff für die Innendämmung von Außenwänden. Besonders bei denkmalgeschützten Fassaden ist dies oft die einzige Möglichkeit zur Dämmung.
5. Blähton
Blähton wird aus Ton hergestellt. Der Ton wird zu kleinen Kugeln geformt und in einem speziellen Ofen gebrannt. Dabei blähen sich die Kugeln auf und erhalten eine poröse Innenstruktur. Blähton ist nicht brennbar und sehr leicht. Er wird als Schüttdämmung für Geschossdecken oder in Leichtbeton verwendet. Neben seinen guten Dämmeigenschaften kann Blähton auch Schall absorbieren.
Welche Dämmstoffe gehören zur Brandschutzklasse A2?
Zur Brandschutzklasse A2 gehören Dämmstoffe, die als nicht brennbar gelten, aber geringe Anteile brennbarer Stoffe enthalten. Dazu zählen zum Beispiel spezielle Mineralschaumplatten oder Holzwolle-Leichtbauplatten mit mineralischen Bindemitteln. Diese Materialien tragen im Brandfall nicht zur Brandausbreitung bei und entwickeln kaum Rauch.
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