Photovoltaik-Förderung in Thüringen: aktuelle Zuschüsse 2026

Kai Janßen
Zuletzt aktualisiert: 30/09/2026

Das Wichtigste zuerst

  • Thüringen bietet derzeit keinen landesweiten Zuschuss für private PV-Anlagen; auch war zum 28.09.2026 kein kommunales Programm aktiv.
  • Bundesförderungen wie der KfW-Kredit 270 und die Einspeisevergütung sind verfügbar.
  • Der Nullsteuersatz senkt die Anschaffungskosten erheblich.

Welche Zuschüsse für Photovoltaik gibt es in Thüringen?

In Thüringen gibt es derzeit keine direkten, landeseigenen Zuschüsse für private Photovoltaikanlagen. Das ehemalige Landesprogramm Solar Invest ist abgelaufen und wird aktuell nicht neu aufgelegt. Interessenten können stattdessen bundesweite Fördermittel in Anspruch nehmen.

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Kommunale Förderprogramme in Thüringen

Zum 28.09.2026 war kein aktuell beantragbares kommunales Förderprogramm für Photovoltaikanlagen oder Balkonkraftwerke in Thüringen bestätigt. Dennoch sollten Sie sich vor dem Kauf bei Ihrer Gemeinde über mögliche Zuschüsse erkundigen. Manchmal bieten Städte Förderungen für einen kurzen Zeitraum an. Die Mittel sind meist sehr begrenzt und daher schnell ausgeschöpft.

Bundesweite Förderungen für Photovoltaik

Unabhängig vom Wohnort stehen Ihnen für Ihr Solarprojekt in Schleswig-Holstein  bundesweite PV-Förderungen zur Verfügung. Die KfW-Bank bietet zinsgünstige Darlehen an und durch die Einspeisevergütung erhalten Sie eine festgeschriebene Vergütung für den ins Stromnetz gelieferten Ertrag. Obendrein entfällt für PV-Anlagen, Speicher und Stecker-Solar-Geräte unter den gesetzlichen Gebäude- und Leistungsvoraussetzungen die Mehrwertsteuer.

KfW-Förderprogramm 270

Mit dem Darlehen „Erneuerbare Energien“ (KfW-Kredit 270) greift die KfW-Bank Unternehmen und Privatpersonen finanziell unter die Arme. Der Förderkredit umfasst die Realisierung von PV-Systemen und Stromspeichern mit einer Summe von bis zu 150 Millionen Euro je Vorhaben. Der Zinssatz ist variabel und hängt unter anderem von Bonität und Sicherheiten ab. Stellen Sie den Antrag über Ihre Hausbank vor Beginn des Vorhabens. Als Privatperson müssen Sie einen Teil des selbst erzeugten Stroms einspeisen oder verkaufen.

Einspeisevergütung

Für Solarstrom, den Sie ins Stromnetz einspeisen, zahlt Ihr Netzbetreiber eine feste  Einspeisevergütung. Diese Einnahmequelle ist für das Jahr der Inbetriebnahme und 20 weitere Jahre zugesichert und bietet damit eine hohe Planungssicherheit. Um sinkende Systemkosten und technologischen Fortschritt abzubilden, wurden die festgesetzten Tarife bislang zweimal im Jahr (zum 1. Februar und 1. August) um jeweils 1% abgesenkt.

Die folgenden Sätze gelten anteilig nach Leistungsanteil für Gebäude- und Lärmschutzwandanlagen mit Inbetriebnahme vom 01.08. bis zum 31.12.2026:

Leistung PV-AnlageFeste Vergütung (Teileinspeisung)Anzulegender Wert für Direktvermarktung (Teileinspeisung)
bis 10 kWp7,70 ct/kWh8,10 ct/kWh
bis 40 kWp6,66 ct/kWh7,06 ct/kWh
bis 100 kWp5,44 ct/kWh5,84 ct/kWh
bis 400 kWp–5,84 ct/kWh
bis 1.000 kWp–5,84 ct/kWh

Die Direktvermarktungsspalte nennt den anzulegenden Wert zur Berechnung der Marktprämie, keinen garantierten Verkaufspreis. Die Auszahlung der festen Einspeisevergütung übernimmt Ihr zuständiger Netzbetreiber im monatlichen Rhythmus. Voraussetzung für den Geldfluss ist die Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur. Bei negativen Börsenstrompreisen kann die Vergütung zeitweise entfallen. Anlagen unter 100 kW sind bis zum Ende des Jahres ausgenommen, in dem ein intelligentes Messsystem eingebaut wird; für Anlagen unter 2 kW gilt zusätzlich eine Ausnahme bis zum Ende des Jahres einer entsprechenden Festlegung der Bundesnetzagentur.

Nullsteuersatz

Eine massive Erleichterung bei den Anschaffungskosten bringt der seit dem 1. Januar 2023 geltende Nullsteuersatz für Photovoltaik und Speichersysteme. Die Mehrwertsteuer mit 0% gilt für Solarmodule, wesentliche Komponenten, PV-Stromspeicher und die Montageleistungen, wenn die Anlage auf, in oder in der Nähe von Wohnungen sowie öffentlichen oder gemeinwohlbezogenen Gebäuden installiert wird. Bis 30 kWp laut MaStR gelten diese Gebäudevoraussetzungen als erfüllt. Wartungsleistungen sind nicht pauschal steuerfrei.

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