Direkte Strahlung und der Einfluss auf Photovoltaik

Kai Janßen
Juli 19, 2021

Bei der direkten Strahlung handelt es sich um einen Teil der Globalstrahlung. Verwendet wird der Ausdruck meist im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen und deren Ertrag beziehungsweise die Wirkung auf den Stromertrag der Anlagen.

Bei der Globalstrahlung handelt es sich um einen Teil der Sonnenstrahlung, die horizontal auf die Erdoberfläche auftritt. Lernen Sie mehr über die Auswirkung und Zusammensetzung der Globalstrahlung.

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Was ist direkte Strahlung?

Direkte Strahlung ist ein Teil der Sonneneinstrahlung, welcher direkt auf der Erdoberfläche ankommt.

Durch Streuung der Sonneneinstrahlung, Reflexionen und Absorption von Teilen wird der Anteil der direkten Strahlung ein wenig vermindert. Auf die Atmosphäre liegt die Intensität der direkten Strahlung bei 1340 W/m². 

Auf der Oberfläche trifft die direkte Strahlung lediglich noch mit einer Intensität von 1000 W/m² auf, wobei hier bereits die diffuse Strahlung und Reflexionsstrahlung enthalten ist.

Direkte und diffuse Strahlung

Direkte und diffuse Strahlung

Anteil der direkten Strahlung an der Globalstrahlung

Aufgrund von Faktoren wie dem geografischen Standort, der Jahreszeit, Wetterbedingungen, Klimabedingungen, der Meereshöhe oder der Luftverschmutzung variiert der Anteil der direkten Strahlung an der Globalstrahlung stets.

Innerhalb von Deutschland liegt der Anteil der direkten Strahlung im Jahresdurchschnitt bei etwa 50 Prozent. Hierbei ist jedoch erkennbar, dass sich die Strahlung proportional zur Globalstrahlung verhält. Dies bedeutet, dass umso höher die Globalstrahlung ist, umso höher ist auch die direkte Strahlung beziehungsweise ihr Anteil.

Direkte Strahlung und Photovoltaik

Es gibt verschiedene Methoden, mit denen der Anteil der direkten Strahlung an der Sonneneinstrahlung berechnet werden kann. Dies ist besonders für die Ausrichtung der Solarmodule und der Berechnung des Ertrages wichtig.

Hierfür gilt jedoch, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen: Einfallswinkel, geografische Breite, Deklination, Dachneigung, Azimutwinkel und Stundenwinkel ist hierfür entscheidend.

Da aber nicht nur die direkte Strahlung eine Rolle spielt, sollte generell die Globalstrahlung dafür verwendet werden. Daten dazu werden von der EU zur Verfügung gestellt.

Für die genaue Berechnung und Ausrichtung Ihrer PV-Anlage sollten Sie einen Profi kontaktieren.

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