Fernwärme oder Wärmepumpe: Was ist besser?

Stefano Fonseca
Zuletzt aktualisiert: 05/12/2025
Kategorie: Wärmepumpe

Sowohl Fernwärme als auch die Wärmepumpe sind zukunftssichere und günstige Heizsysteme. Welches System die bessere Lösung für Ihr Gebäude ist, hängt besonders von Ihrem Wohnort ab. Hier erfahren Sie, wann sich eine Wärmepumpe lohnt und wann Fernwärme geeigneter ist.

   Das Wichtigste zuerst

  • Fernwärme lohnt sich für städtische Gebiete, während die Wärmepumpe ideal für Einfamilienhäuser ist.
  • Eine Wärmepumpe heizt effizienter und senkt CO₂-Emissionen deutlich.
  • Die Wärmepumpe verursacht langfristig geringere Betriebskosten als die Fernwärme
  • Sie erhalten für beide Heizsysteme bis zu 70% staatliche Förderung.
  • Mit einer Wärmepumpe und Photovoltaik machen Sie sich unabhängiger vom Energieversorger.

Wie funktioniert Fernwärme?

Die Fernwärme ist eine zentrale Wärmeversorgung. Ein Kraftwerk transportiert die thermische Energie über ein unterirdisches Rohrnetz in mehrere Haushalte.

Infografik: Funktionsweise der Fernwärme vom Heizkraftwerk ins Einfamilienhaus

Die Funktionsweise der Fernwärme gliedert sich in fünf logische Schritte:

  1. Die Wärme wird zentral in großen Heizwerken erzeugt, wobei verschiedene Energiequellen wie Kohle, Gas, Biomasse oder Industrieabwärme zum Einsatz kommen. Oft entsteht die Wärme als Nebenprodukt bei der Stromerzeugung. Diese gleichzeitige Erzeugung nennt man Kraft-Wärme-Kopplung.
  2. Die gewonnene Wärmeenergie wird auf ein Medium – meist heißes Wasser – übertragen und durch ein weit verzweigtes Netz aus gut isolierten Rohren gepumpt. Diese unterirdischen Hauptleitungen versorgen ganze Stadtteile.
  3. Die Wärme erreicht die Gebäude über den Hausanschluss. Dort wird eine kompakte Übergabestation installiert, die das Fernwärmewasser vom Heizkreislauf des Hauses trennt. Es findet nur ein einfacher und hygienischer Wärmeaustausch statt. Die Station misst auch den genauen Verbrauch im Haushalt.
  4. Die übertragene Wärme zirkuliert nun im internen Heizsystem des Gebäudes und kann direkt für Heizkörper, Fußbodenheizung und die Brauchwasser-Erwärmung genutzt werden. Ein Heizkessel für das Brauchwasser sowie ein Schornstein sind nicht nötig.
  5. Das abgekühlte Wasser fließt über eine separate Rücklaufleitung zur Erzeugungsanlage zurück und dort erneut aufgeheizt. Der Kreislauf beginnt von vorn.

Übrigens: Nahwärme funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Fernwärme. Der Unterschied liegt in der Größe und Reichweite des Netzes. Nahwärme versorgt nur lokale Einheiten, wie kleine Siedlungen oder ein Quartier und die Transportwege für die Wärme sind kurz. Fernwärme versorgt große Gebiete oder ganze Städte über weite Distanzen. Außerdem setzt Nahwärme häufiger auf erneuerbare Energien wie Hackschnitzel oder Biomasse als Energiequelle.

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Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Die Wärmepumpe entzieht der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser thermische Energie und wandelt diese für Ihr Heizsystem nutzbar um.

Infografik: Funktionsweise einer Wärmepumpe im Detail

Die Funktionsweise der Wärmepumpe gliedert sich in vier grundlegende Schritte:

  1. Die Wärme wird aus der Umweltquelle entnommen. Dies geschieht im Verdampfer des Gerätes. Ein flüssiges Kältemittel nimmt diese Wärme auf, wodurch es bereits bei einer niedrigen Temperatur verdampft. Das Kältemittel wird durch diesen Prozess gasförmig.
  2. Der nun gasförmige Kältemitteldampf wird stark komprimiert. Dies geschieht mithilfe eines elektrisch angetriebenen Kompressors. Durch die Druckerhöhung steigt die Temperatur des Gases stark an. Dies ist notwendig, um die für das Heizsystem benötigte Vorlauftemperatur zu erreichen.
  3. Das heiße, verdichtete Gas gibt seine Wärme an den Heizkreislauf des Gebäudes ab. Dies geschieht im Verflüssiger der Anlage. Das Kältemittel kühlt dabei ab und wird wieder flüssig. Die freigesetzte Energie kann direkt für Ihre Heizkörper, Fußbodenheizung und Warmwasserbereitung genutzt werden.
  4. Das Kältemittel fließt durch ein Expansionsventil, wodurch der Druck wieder reduziert wird. Danach kehrt das Kältemittel in seinen Ausgangszustand zurück und kann erneut Umweltwärme aufnehmen. Der Kreislauf startet von vorn.

Fernwärme oder Wärmepumpe – welches Heizsystem ist besser?

Für die meisten Einfamilienhäuser ist die Wärmepumpe die wirtschaftlichere und flexiblere Wahl. Nutzer profitieren von langfristig geringen Betriebskosten, Unabhängigkeit von Versorgern und der Möglichkeit, das Haus im Sommer zu kühlen.

Fernwärme hingegen ist eine sinnvolle Alternative für Mehrfamilienhäuser in städtischen Gebieten, wenn das Netz verfügbar ist und geringe Anschaffungskosten im Vordergrund stehen. Die beste Wahl hängt von den individuellen örtlichen Gegebenheiten ab.

VergleichskriteriumFernwärmeWärmepumpe
EnergieeffizienzWirkungsgrad: 80–90%Wirkungsgrad: 350–550%
UmweltfreundlichkeitEmissionen: ca. 166 g CO₂/kWhEmissionen: ca. 90–100 g CO₂/kWh (abhängig vom Strommix)
Wartungsaufwandkeine Wartung nötigwartungsarm
Platzbedarfgering in Relation zur Gesamtfläche des Gebäudesmittel
Anschaffungskosten6.000–20.000 €15.000–50.000 €
Betriebskosten2.500–3.500 € im Jahr1.400–2.000 € im Jahr
Förderungbis zu 70%bis zu 70%
Wirtschaftlichkeitmittel (abhängig von lokalen Monopolpreisen)sehr gut, besonders mit Photovoltaik (PV)
Installationaufwendig und umfangreich (u.a. Straßenarbeiten nötig)schnell und einfach bis aufwendig und umfangreich, je nach Typ von Wärmepumpe
Zukunftssicherheitsichere, stabile Energieversorgungsichere, stabile und preiswerte Energieversorgung, hoher Autarkiegrad mit PV möglich
Kombinierbarkeit mit erneuerbaren Energienkombinierbar mit Solarthermiekombinierbar mit Solarthermie und/oder Photovoltaik
Geräuschemissionenkeine35–50 dB(A)

Energieeffizienz

Die Fernwärme erreicht einen Wirkungsgrad von 80 bis 90%. Energie geht oft beim Transport über die langen Rohrleitungen verloren. Im Haushalt kommt daher nicht die gesamte erzeugte Energie an. 

Wärmepumpen arbeiten deutlich effizienter. Sie nutzen kostenlose Umweltwärme und benötigen nur einen kleinen Anteil Strom als Antriebsenergie. Dadurch erreichen Wärmepumpen einen Wirkungsgrad von 350 bis 550%. Das bedeutet, aus einer Kilowattstunde Strom erzeugen Wärmepumpen bis zu 5,5 Kilowattstunden Wärme. 

Selbst in Bestandsgebäuden erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen im Mittel eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4. Das fand das Fraunhofer Institut in seinem Abschlussbericht über Wärmepumpen im Bestand heraus. Die Bandbreite an JAZ-Werten der untersuchten Luft-Wärmepumpen reicht von 2,6 bis 4,9.

Umweltfreundlichkeit

Bei der Fernwärme entstehen die Emissionen zentral im Heizkraftwerk, wo oft noch fossile Brennstoffe oder Müll verbrannt werden. Dadurch werden im Schnitt 166 g CO₂-Emissionen pro Kilowattstunde (kWh) freigesetzt. Zusätzlich entsteht bei der Verbrennung gesundheitsschädlicher Feinstaub, den auch moderne Filter nicht vollständig zurückhalten können. 

Die Wärmepumpe schneidet mit durchschnittlich 90 bis 100 g CO₂/kWh deutlich besser ab. Die Emissionen fallen nur bei der externen Stromproduktion an und sinken mit dem steigenden Anteil an grünem Strom im deutschen Strommix weiter. Zwar benötigt die Herstellung des Gerätes zunächst Energie, doch der effiziente Betrieb gleicht diesen Aufwand schnell wieder aus. 

Wartungsaufwand

Bei der Fernwärme ist keine Wartung notwendig. Die Übergabestation gehört dem Versorger, der sich um die Instandhaltung der Station und des Netzes kümmert. Die Wärmepumpe hingegen gehört dem Hausbesitzer. Wärmepumpen sind wartungsarm, dennoch sollten Sie die Anlage regelmäßig von einem Fachmann prüfen lassen. Es werden unter anderem die elektrischen Komponenten sowie der Kältemittelkreislauf auf ordnungsgemäßen Betrieb überprüft und Filter nach Bedarf gereinigt oder ausgetauscht. 

Platzbedarf

Der Platzbedarf für Fernwärme ist gering. Nutzer benötigen im Haus lediglich eine kleine Übergabestation, ein Heizkessel oder ein Brennstofflager sind nicht notwendig. Eine Wärmepumpe dagegen braucht Platz für das Wärmepumpen-Gerät an sich und zusätzlich oft einen Warmwasserspeicher im Keller oder Hauswirtschaftsraum. Vorteilhaft ist, dass bei Luftwärmepumpen eine Außenaufstellung möglich ist, was die Installation flexibel macht. Die Aufstellfläche beträgt etwa 2 bis 3 Meter.

Förderung

Der Staat greift Ihnen beim Heizungstausch mit dem KfW-Zuschuss 458 unter die Arme. Sie erhalten für den Fernwärmeanschluss und die Wärmepumpe eine solide Grundförderung von 30% der förderfähigen Kosten. Diese Basisförderung steht jedem Antragsteller zu. 

Durch Boni können Sie die Fördersumme weiter erhöhen: Der Klimageschwindigkeitsbonus belohnt einen schnellen Umstieg bis Ende 2028 mit weiteren 20%. Liegt das zu versteuernde Haushaltseinkommen unter 40.000 €, erhalten Sie zusätzlich 30% Einkommensbonus. Bei Einbau einer Wärmepumpe gibt es weitere 5% Zuschuss für Wärmepumpen, die ein natürliches Kältemittel verwenden oder,  statt Luft, das Grundwasser oder das Erdreich als Wärmequelle nutzen. 

Insgesamt sind 70% Zuschuss möglich, bei förderfähigen Kosten von maximal 30.000 €. Sie können also mit einem Zuschuss von bis zu 21.000 € rechnen. 

Installation

Der Anschluss an das Fernwärmenetz ist aufwändig und umfangreich. Oft sind dafür größere Straßenarbeiten direkt vor dem Haus notwendig. Der Versorger verlegt neue Leitungen von der Haupttrasse bis in den Keller. Im Gebäude selbst ersetzen Handwerker den alten Heizkessel durch eine kompakte Übergabestation.

Der Aufwand bei der Wärmepumpe variiert von schnell und einfach bis aufwändig. Eine Luftwärmepumpe ist oft in wenigen Tagen installiert. Benötigt werden dafür nur ein Aufstellort im Freien und Wanddurchbrüche für die Rohre. Wählen Sie hingegen eine Erdwärmepumpe oder eine Grundwasserwärmepumpe, sind umfangreiche Erdarbeiten oder genehmigungspflichtige Bohrungen auf dem Grundstück erforderlich.

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Zukunftssicherheit

Fernwärme garantiert eine sichere und stabile Energieversorgung. Die Technik ist bewährt und langlebig. Verbraucher binden sich jedoch langfristig an einen einzigen lokalen Versorger. Aufgrund dieser Monopolstellung ist ein Anbieterwechsel ausgeschlossen. Bei Wahl eines Fernwärmeanschlusses haben Sie also keinen direkten Einfluss auf künftige Preiserhöhungen.

Die Wärmepumpe arbeitet ebenfalls zuverlässig und bietet Verbrauchern zudem echte Freiheit: Nutzer können sich fast vollständig vom Energiemarkt abkoppeln, wenn sie Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage nutzen. Diese hohe Unabhängigkeit schützt Sie dauerhaft vor schwankenden Energiepreisen.

Kombination mit erneuerbaren Energien

Fernwärme lässt sich meist nur mit Solarthermie kombinieren: Dabei erwärmen Solarkollektoren auf dem Dach das Trinkwasser und entlastet so die Fernwärmeübergabe. Eine Photovoltaikanlage dagegen bringt bei Fernwärme keinen direkten Nutzen, denn der Solarstrom kann nicht in das wärmegeführte System eingespeist werden.

Die Wärmepumpe spielt bei der Kombination mit erneuerbaren Energien ihre volle Stärke aus. Sie ist sowohl mit Solarthermie als auch mit Photovoltaik kombinierbar. Besonders eine PV-Anlage rechnet sich für Verbraucher schnell. Sie erzeugen den benötigten Antriebsstrom einfach selbst. Das senkt die monatlichen Heizkosten spürbar und macht unabhängiger von Stromversorgern und steigenden Gaspreisen.

Geräuschemissionen

Fernwärme ist für Haushalte praktisch geräuschlos. Die laute Wärmeerzeugung findet im weit entfernten Heizkraftwerk statt. Nutzer hören daher weder Brenner noch Motoren.

Bei einer Wärmepumpe entstehen hingegen Betriebsgeräusche. Vor allem bei Luftwärmepumpen im Außenbereich erzeugen der Ventilator und der Kompressor Schall. Moderne Geräte liegen zwischen 35 und 50 Dezibel. Das ist vergleichbar mit einem leisen Flüstern oder leichtem Regen. Achten Sie dennoch bei der Aufstellung auf genügend Abstand zu den eigenen Schlafzimmerfenstern und denen Ihrer Nachbarn.

Fernwärme vs. Wärmepumpe – was ist günstiger? 

Langfristig ist die Wärmepumpe die kostengünstigste Lösung für Einfamilienhäuser. Die Betriebskosten liegen bei 1.500 bis 2.250 € pro Jahr, während die Fernwärme auf 2.500 bis 3.500 € kommt. Die höheren Investitionskosten der Wärmepumpe senken Eigentümer durch bis zu 70% BEG-Förderung deutlich. 

Im Folgenden finden Sie einen Vergleich der Kosten:

KostenpunktFernwärmeWärmepumpe
Anschaffung3.000–5.000 €10.000–20.000 €
Anschluss / Installation3.000–15.000 €5.000–30.000 €
Förderung (BEG)bis zu 70%, d.h. maximal 21.000 € Zuschussbis zu 70%, d.h. maximal 21.000 € Zuschuss
Betriebskosten2.500–3.500 €/Jahr1.400–2.000 €/Jahr
Wartungkeine Wartung notwendig150–350 €/Jahr, je nach Umfang

Fernwärme-Nutzer sind langfristig an ihren lokalen Versorger gebunden. Aufgrund des fehlenden Wettbewerbs haben sie keinen Einfluss auf die Preisgestaltung. Wärmepumpen-Besitzer sind flexibler. Sie können spezielle Wärmepumpenstromtarife nutzen oder ihre Kosten durch eigenen PV-Strom aktiv senken.

Wie hoch sind die jeweiligen Investitionskosten?

Die Investitionskosten für einen Fernwärmeanschluss liegen zwischen 6.000 und 20.000 €. Für eine Wärmepumpe müssen Sie mit Kosten von 15.000 bis 50.000 € rechnen. Beachten Sie jedoch, dass Sie für beide Systeme staatliche Förderung erhalten, was Ihre tatsächliche Belastung deutlich senkt.

Hier erhalten Sie einen Überblick über die Kosten der Fernwärme im Vergleich zu verschiedenen Wärmepumpentypen:

WärmepumpeAnschaffungInstallationErschließungGesamtkosten
Fernwärme3.000–5.000€3.000–5.000€bis 10.000€6.000–20.000€
Luftwärmepumpe10.000–20.000€5.000€15.000–25.000€
Erdwärmepumpe12.000–20.000€2.000–3.000€6.000–27.000€20.000–50.000€
Grundwasserwärmepumpe14.000–22.000€2.000–3.000€6.000–20.000€22.000–45.000€

Wie hoch sind die jeweiligen Betriebskosten?

Für eine Fernwärmeheizung zahlen Sie im Schnitt 2.500 bis 3.500 € pro Jahr. Mit einer Wärmepumpe heizen Sie deutlich günstiger für 1.400 bis 2.000 € im Jahr.

Besitzer von Wärmepumpen profitieren zudem von günstigem Wärmepumpenstrom, der zwischen 25 und 30 Cent pro Kilowattstunde liegt, und können die Stromkosten der Wärmepumpe durch eine PV-Anlage erheblich senken. Die Fernwärmekosten bestehen hingegen aus dem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis von 10 bis 16 ct/kWh und einem festen Grundpreis. Dieser ist oft hoch und macht etwa 20 bis 30% Ihrer Gesamtrechnung aus.

Laut Verbraucherzentrale Bundesverband lagen die Preise für Fernwärme in einem Mehrfamilienhaus im Mittel bei 17 Cent je Kilowattstunde.

Die Preise für Fernwärme variieren stark je nach Anbieter und Region. In Ballungsgebieten mit vielen Abnehmern ist die Unterhaltung der Fernwärmenetze für Versorger deutlich günstiger als in ländlichen Gebieten mit wenigen Abnehmern. Das wirkt sich auf den Endpreis der Verbraucher aus.

Im Folgenden vergleichen wir die Betriebskosten von Fernwärme und einer Wärmepumpe in einem 4-Personen-Haushalt mit einem Wärmebedarf von 20.000 kWh pro Jahr.

KostenstelleFernwärmeWärmepumpe
Energieverbrauch20.000 kWh Wärme5.000 kWh Strom
Heizkostenca. 2.600 € (bei 13 ct/kWh)ca. 1.400 € (bei 28 ct/kWh)
Grundpreis (Anschluss/Zähler)ca. 500 € (Bereitstellungsgebühr)ca. 120 € (Zählergebühr)
Wartungskosten0 €ca. 200 €
Gesamtkosten pro Jahrca. 3.100 €ca. 1.720 €

Wann ist Fernwärme sinnvoll?

Fernwärme ist vor allem dann sinnvoll für Sie, wenn Sie in einem dicht besiedelten Stadtgebiet wohnen. Sie lohnt sich besonders für Mehrfamilienhäuser und große Wohnanlagen. Dort ist der Einsatz von Wärmepumpen oft schwierig, da der Platz für Außengeräte fehlt oder die Lärmschutzabstände nicht eingehalten werden können.

Bis spätestens 2028 müssen alle deutschen Kommunen einen verbindlichen Wärmeplan vorlegen. Große Städte müssen diesen bereits bis Mitte 2026 fertigstellen. Dieser Plan gibt Ihnen Auskunft darüber, ob Ihr Wohngebiet künftig an ein Fernwärmenetz angeschlossen wird oder ob Sie eher auf eine dezentrale Lösung wie die Wärmepumpe setzen sollten.

Den aktuellen Stand können Sie in der Veröffentlichung des BBSR zur kommunalen Wärmeplanung nachsehen (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung).

Wann ist eine Wärmepumpe sinnvoll?

Eine Wärmepumpe ist anstelle von Fernwärme sinnvoll, wenn Sie ein Ein- oder Zweifamilienhaus besitzen. Sie lohnt sich besonders, wenn an Ihrem Standort kein Fernwärmenetz verfügbar ist. Mit einer Wärmepumpe machen Sie sich außerdem unabhängiger von steigenden Energiepreisen und lokalen Versorgern.

Dies gilt vor allem in Kombination mit einer eigenen Photovoltaikanlage. Sie erzeugen den benötigten Strom einfach selbst und senken Ihre Betriebskosten auf ein Minimum. Zusätzlich bietet Ihnen die Wärmepumpe einen entscheidenden Komfortvorteil. Sie können Ihr Zuhause an heißen Sommertagen damit effektiv kühlen. Wem dauerhaft niedrige Heizkosten wichtig sind, für den ist die Wärmepumpe die wirtschaftlichste Lösung.

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