Wärmepumpen werden immer günstiger und beim Heizungstausch erhalten Sie eine nennenswerte Förderung. Aber rechnet sich die Investition auch? Wir zeigen mit konkreten Beispielrechnungen, ob sich eine Wärmepumpe für Ihr Haus wirtschaftlich lohnt und wie Sie die Amortisationszeit verkürzen.
Das Wichtigste zuerst
- Wärmepumpen amortisieren sich im Durchschnitt innerhalb von 10 bis 16 Jahren.
- Dafür muss die Jahresarbeitszahl mindestens 3,0 betragen.
- Förderungen bis zu 70% senken die Anschaffungskosten beim Heizungstausch deutlich.
- Die Kombination mit Photovoltaik verkürzt die Amortisationszeit erheblich.
- Stromtarife für Wärmepumpen sind günstiger als Haushaltsstrom und wirken sich positiv auf die Rentabilität aus.
Lohnt sich eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe lohnt sich, weil Sie damit langfristig Energiekosten sparen und unabhängig von fossilen Brennstoffen werden. Besonders mit der aktuellen Förderung von bis zu 70% der förderfähigen Kosten ist die Investition wirtschaftlich attraktiv. Eine Studie der E.ON und RWTH Aachen zeigt, dass eine Wärmepumpe im Bestand nach 10 bis 16 Jahren wirtschaftlicher ist als eine neue Gasheizung – und das ohne Förderung. Mit staatlicher Unterstützung verkürzt sich dieser Zeitraum erheblich.
Die Rentabilität hängt von mehreren Faktoren ab: dem Wärmebedarf des Hauses, der Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe, dem Strompreis und der Höhe der Förderung. In den Beispielrechnungen der nächsten Abschnitte schauen wir uns verschiedene Szenarien genauer an.
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Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
Eine Wärmepumpe im Altbau lohnt sich, wenn der Wärmebedarf nicht zu hoch ist und die Vorlauftemperatur bei maximal 55 °C liegt. In einem schlecht gedämmten Altbau mit hohem Energiebedarf ist eine Wärmepumpe weniger wirtschaftlich, es sei denn, Sie kombinieren sie mit einer energetischen Sanierung.
Im folgender Beispielrechnung stellen wir eine Luftwärmepumpe in einem Altbau mit geringer Dämmung und hohem Gebäudeenergiebedarf einer neuen Gastherme gegenüber. Wir gehen von einer Förderung von 55% der förderfähigen Kosten aus.
| Variable | Luftwärmepumpe | Gasheizung |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten (brutto) | 20.000 € | 8.000 € |
| Förderung (55%) | −11.000 € | 0 € |
| Anschaffungskosten (netto) | 9.000 € | 8.000 € |
| Wirkungsgrad | 300% | 98% |
| Wärmebedarf | 20.000 kWh/Jahr | 20.000 kWh/Jahr |
| Energieverbrauch | 6.667 kWh/Jahr | 20.408 kWh/Jahr |
| Energiepreis | 0,28 €/kWh (mit Wärmepumpenstromtarif) | 0,12 €/kWh |
| Jährliche Heizkosten | 1.867 € | 2.449 € |
| Wartungskosten pro Jahr | 200 € | 250 € |
| Betriebskosten pro Jahr | 2.067 € | 2.699 € |
| Gesamtkosten nach 1 Jahr | 11.067 € | 10.699 € |
| Gesamtkosten nach 5 Jahren | 19.335 € | 21.495 € |
| Gesamtkosten nach 10 Jahren | 29.670 € | 34.990 € |
| Gesamtkosten nach 15 Jahren | 40.005 € | 48.485 € |
| Gesamtkosten nach 20 Jahren | 50.340 € | 61.980 € |
Dank der Förderung lohnt sich die Investition in eine Wärmepumpe bereits nach knapp zwei Jahren Betrieb. Danach sparen Sie jährlich rund 630 € an Energiekosten. Nach 20 Jahren liegen die Gesamtkosten der Wärmepumpe um etwa 11.640 € unter denen der Gasheizung. Die Gaspreissteigerung durch den steigenden CO₂-Preis ist hier noch gar nicht berücksichtigt. Sie macht die Wärmepumpe umso lohnenswerter.
Nutzen Sie spezielle Wärmepumpenstromtarife, die günstiger sind als normale Haushaltstarife. Viele Energieversorger bieten Tarife zwischen 0,25 und 0,30 €/kWh an. Voraussetzung ist meist ein separater Stromzähler für die Wärmepumpe. Dies kann Ihre jährlichen Betriebskosten um hunderte Euro senken.
Lohnt sich eine Wärmepumpe ohne Photovoltaik?
Eine Wärmepumpe ohne Photovoltaik lohnt sich, wenn Sie einen günstigen Stromtarif beziehen und der Wärmebedarf moderat ist. Letzteres ist insbesondere der Fall, wenn das Gebäude gut gedämmt und somit der Stromverbrauch gering ist. Staatliche Förderungen verkürzen die Amortisationszeit.
Die folgende Beispielrechnung vergleicht den Heizungstausch einer Wärmepumpe ohne Photovoltaik gegenüber einer neuen Gastherme. Wir gehen von einer guten Dämmung der Gebäudehülle aus und rechnen daher mit einem höheren Wirkungsgrad und einem geringeren Energieverbrauch als im obigen Beispiel.
| Variable | Wärmepumpe ohne Photovoltaik | Gasheizung |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten (brutto) | 15.000 € | 6.000 € |
| Förderung (55%) | −8.250 € | 0 € |
| Anschaffungskosten (netto) | 6.750 € | 6.000 € |
| Wirkungsgrad | 350% | 98% |
| Wärmebedarf | 12.000 kWh/Jahr | 12.000 kWh/Jahr |
| Energieverbrauch | 3.429 kWh/Jahr | 12.245 kWh/Jahr |
| Energiepreis | 0,28 €/kWh (mit Wärmepumpenstromtarif) | 0,12 €/kWh |
| Jährlich Heizkosten | 960 € | 1.469 € |
| Wartungskosten im Jahr | 200 € | 250 € |
| Betriebskosten im Jahr | 1.160 € | 1.719 € |
| Gesamtkosten nach 1 Jahr | 7.910 € | 7.719 € |
| Gesamtkosten nach 5 Jahren | 12.550 € | 14.597 € |
| Gesamtkosten nach 10 Jahren | 18.350 € | 23.194 € |
| Gesamtkosten nach 15 Jahren | 24.150 € | 31.791 € |
| Gesamtkosten nach 20 Jahren | 29.950 € | 40.388 € |
Durch die Förderung amortisiert sich die Wärmepumpe in unserem Beispiel bereits nach einem Jahr und an Betriebskosten sparen Sie jährlich rund 560 €. Nach 20 Jahren liegen die Gesamtkosten der Wärmepumpe um etwa 10.000 € unter denen der Gasheizung.
Die Kombination mit einer Photovoltaikanlage senkt die Stromkosten und damit die Betriebskosten für die Wärmepumpe. Eine PV-Anlage ist jedoch keine Voraussetzung für die Rentabilität einer Wärmepumpe.
Wann lohnt sich eine Wärmepumpe mit Photovoltaik?
Eine Wärmepumpe mit Photovoltaik lohnt sich besonders, weil Sie damit den Strompreis für die Wärmepumpe senken. Sie nutzen den selbst erzeugten Solarstrom, um die Wärmepumpe zu betreiben, und machen sich so unabhängiger von steigenden Strompreisen. Überschüssiger Strom kann zudem ins Netz eingespeist werden, was die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage weiter verbessert.
Vergleichen wir nun beispielhaft den Umstieg auf eine Wärmepumpe mit und ohne Photovoltaik mit dem Einbau einer neuen Gastherme. Für die Berechnung treffen wir folgende Annahmen:
| Variable | Wärmepumpe mit Photovoltaik | Wärmepumpe ohne Photovoltaik | Gasheizung |
|---|---|---|---|
| Wärmebedarf | 14.000 kWh/Jahr | 14.000 kWh/Jahr | 14.000 kWh/Jahr |
| Wirkungsgrad | 350% | 350% | 98% |
| Energieverbrauch | 4.000 kWh/Jahr | 4.000 kWh/Jahr | 14.286 kWh/Jahr |
| Energiepreis | 0,28 €/kWh (Wärmepumpenstromtarif) | 0,28 €/kWh | 0,12 €/kWh |
| Leistung PV-Anlage | 8 kWp | – | – |
| PV-Ertrag | 7.600 kWh/Jahr | – | – |
| Eigenverbrauch | 2.280 kWh/Jahr (30%) | – | – |
| davon PV-Strom für Wärmepumpe | 1.600 kWh/Jahr (40%) | – | – |
| Netzstrom für Wärmepumpe | 2.400 kWh/Jahr (60%) | 4.000 kWh | – |
| PV-Einspeisung | 5.320 kWh/Jahr | – | – |
| Einspeisevergütung | ca. 0,08 €/kWh | – | – |
Wir decken in der folgenden Beispielrechnung 30% unseres Stromverbrauchs durch die PV-Anlage. Die Wärmepumpe nutzt für den Betrieb zu 40% selbst erzeugten Solarstrom und bezieht zu 60% Strom aus dem Netz. Der restliche PV-Strom wird im Haushalt verbraucht oder ins Netz eingespeist und vergütet. Der selbst genutzte Solarstrom reduziert die Stromkosten der Wärmepumpe. Die Einspeisung verbessert die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems.
| Kosten | Wärmepumpe mit Photovoltaik | Wärmepumpe ohne Photovoltaik | Gasheizung |
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten Wärmepumpe (brutto) | 17.000 € | 17.000 € | 6.500 € |
| Förderung (55%) | −9.350 € | −9.350 € | 0 € |
| Anschaffungskosten PV | 13.000 € | – | – |
| Investitionskosten (netto) | 20.650 € | 7.650 € | 6.500 € |
| Heizkosten pro Jahr | 800 € | 1.120 € | 1.714 € |
| Wartungskosten pro Jahr | 200 € | 200 € | 250 € |
| Betriebskosten pro Jahr | 1.000 € | 1.320 € | 1.964 € |
| Gesamtkosten nach 1 Jahr | 21.650 € | 8.970 € | 8.464 € |
| Gesamtkosten nach 5 Jahren | 25.650 € | 14.250 € | 16.321 € |
| Gesamtkosten nach 10 Jahren | 30.650 € | 20.850 € | 26.143 € |
| Gesamtkosten nach 15 Jahren | 35.650 € | 27.450 € | 35.964 € |
| Gesamtkosten nach 20 Jahren | 40.650 € | 34.050 € | 45.786 € |
In unserem Beispiel amortisiert sich die Wärmepumpe in Kombination mit einer PV-Anlage gegenüber einer neuen Gasheizung nach etwa 15 Jahren. Nach 20 Jahren liegt die Ersparnis bei über 5.000 €. Die Betriebskosten fallen dabei von Beginn an rund 964 € pro Jahr niedriger aus als bei einer Gasheizung. Verglichen mit einer Wärmepumpe ohne Photovoltaik sinken die Betriebskosten um 320 € jährlich.
Mit einem Stromspeicher können Sie die Wirtschaftlichkeit weiter verbessern, da Sie mehr Solarstrom selbst nutzen können und so teure Netzstromkosten vermeiden.
Wann lohnt sich eine Wärmepumpe mit PV-Anlage und Speicher?
Eine Wärmepumpe mit Photovoltaik und Stromspeicher lohnt sich, weil Sie damit den Eigenverbrauch des Solarstroms maximieren. Durch die Kombination können Sie einen Großteil Ihres Heizbedarfs und Haushaltsstroms mit günstigem, selbst erzeugtem Strom decken. Dadurch reduzieren Sie Ihre Abhängigkeit vom öffentlichen Netz und steigenden Energiepreisen immens und sparen langfristig erhebliche Kosten.
Vergleichen wir die Kosten für den Austausch einer alten Heizung durch eine Wärmepumpe und PV-Anlage mit und ohne Speicher mit den Kosten für eine neue Gasheizung. Wir gehen von folgenden Annahmen aus:
| Variable | Wärmepumpe mit Photovoltaik | Wärmepumpe mit PV + Speicher | Gasheizung |
|---|---|---|---|
| Wärmebedarf | 17.500 kWh/Jahr | 17.500 kWh/Jahr | 17.500 kWh/Jahr |
| Wirkungsgrad | 350% | 350% | 98% |
| Energieverbrauch | 5.000 kWh/Jahr | 5.000 kWh/Jahr | 17.857kWh/Jahr |
| Stromspeicher | – | 8 kWh | – |
| Energiepreis | 0,28 €/kWh (Wärmepumpenstromtarif) | 0,28 €/kWh (Wärmepumpenstromtarif) | 0,12 €/kWh |
| Leistung PV-Anlage | 8 kWp | 8 kWp | – |
| PV-Ertrag | 7.600 kWh/Jahr | 7.600 kWh/Jahr | – |
| Eigenverbrauch | 3.040 kWh/Jahr (40%) | 5.320 kWh/Jahr (70%) | – |
| davon PV-Strom für Wärmepumpe | 2.000 kWh/Jahr | 3.500 kWh/Jahr | – |
| Netzstrom für Wärmepumpe | 3.000 kWh/Jahr | 1.500 kWh/Jahr | – |
Wir rechnen weiterhin mit einem Wärmepumpenstromtarif von 0,28 €/kWh. Die PV-Anlage und der Stromspeicher senken nicht den Strompreis selbst, sondern reduzieren den Anteil des teuren Netzstroms. Je mehr selbst erzeugten Solarstrom Sie verbrauchen, desto geringer sind Ihre jährlichen Stromkosten, wie die folgende Beispielrechnung zeigt.
| Kosten | Wärmepumpe mit Photovoltaik | Wärmepumpe mit PV + Speicher | Gasheizung |
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten Wärmepumpe (brutto) | 21.000 € | 21.000 € | 7.500 € |
| Förderung (55%) | −11.550 € | −11.550 € | 0 € |
| Anschaffungskosten PV (netto) | 12.000 € | 17.000 € | – |
| Investitionskosten (netto) | 21.450 € | 26.450 € | 7.500 € |
| Heizkosten pro Jahr | 840 € | 420 € | 2.143 € |
| Wartungskosten pro Jahr | 200 € | 200 € | 250 € |
| Betriebskosten pro Jahr | 1.040 € | 620 € | 2.393 € |
| Gesamtkosten nach 1 Jahr | 22.490 € | 27.070 € | 9.893 € |
| Gesamtkosten nach 5 Jahren | 26.650 € | 29.550 € | 19.464 € |
| Gesamtkosten nach 10 Jahren | 31.850 € | 32.650 € | 31.429 € |
| Gesamtkosten nach 15 Jahren | 37.050 € | 35.750 € | 43.393 € |
| Gesamtkosten nach 20 Jahren | 42.250 € | 38.850 € | 55.357 € |
Die Kombination aus Wärmepumpe mit PV-Anlage und Speicher amortisiert sich gegenüber einer neuen Gasheizung nach rund 11 Jahren. Nach 20 Jahren liegt Ihre Ersparnis bei etwa 16.507 €. Von Beginn an sparen Sie 1.773 € Betriebskosten pro Jahr. Durch steigende CO₂-Kosten für Gas dürfte die Ersparnis in Zukunft weiter wachsen.
Wann lohnt sich eine Erdwärmepumpe?
Eine Erdwärmepumpe lohnt sich, wenn Sie ausreichend Grundstücksfläche für die Erschließung besitzen und Ihr Gebäude einen niedrigen Wärmebedarf aufweist. Erdwärmepumpen erreichen aufgrund der konstanten Temperaturen im Erdreich eine sehr hohe Jahresarbeitszahl (bis zu 5,0) und arbeiten damit höchst effizient: Aus einer Kilowattstunde Strom erzeugen Erdwärmepumpen bis zu 5 Kilowattstunden Wärme. Allerdings sind die Anschaffungskosten höher als bei den häufig verbauten Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Die folgende Beispielrechnung vergleicht die Wirtschaftlichkeit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe in einem modernisierten Altbau mit niedrigem Energiebedarf gegenüber einer neuen Gastherme:
| Variable | Erdwärmepumpe | Gasheizung |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten (brutto) | 30.000 € | 8.000 € |
| Förderung (55%) | −16.500 € | 0 € |
| Anschaffungskosten (netto) | 13.500 € | 8.000 € |
| Wirkungsgrad | 500% | 98% |
| Wärmebedarf | 10.000 kWh/Jahr | 10.000 kWh/Jahr |
| Energieverbrauch | 2.000 kWh/Jahr | 10.204 kWh/Jahr |
| Energiepreis | 0,28 €/kWh (mit Wärmepumpenstromtarif) | 0,12 €/kWh |
| Heizkosten pro Jahr | 560 € | 1.225 € |
| Wartungskosten pro Jahr | 250 € | 250 € |
| Betriebskosten pro Jahr | 810 € | 1.475 € |
| Gesamtkosten nach 1 Jahr | 14.310 € | 9.475 € |
| Gesamtkosten nach 5 Jahren | 17.550 € | 15.373 € |
| Gesamtkosten nach 10 Jahren | 21.600 € | 22.745 € |
| Gesamtkosten nach 15 Jahren | 25.650 € | 30.117 € |
| Gesamtkosten nach 20 Jahren | 29.700 € | 37.490 € |
Die Erdwärmepumpe amortisiert sich in unserem Beispiel nach rund 9 Jahren. Die jährlichen Betriebskosten sind von Beginn an 665 € pro Jahr niedriger als bei der Gasheizung. Nach 20 Jahren liegen die Gesamtkosten der Erdwärmepumpe um etwa 7.790 € unter denen der Gasheizung. Der Vorteil der Erdwärmepumpe ist die enorme Energieeffizienz und die niedrigen Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer.
Tipps: So rechnet sich eine Wärmepumpe schneller
Eine Wärmepumpe rechnet sich schneller, wenn Sie folgende Faktoren optimieren:
- Wärmebedarf senken: Der Wärmebedarf hat den größten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe. Durch eine gute Gebäudedämmung und neue Fenster senken Sie den Energieverbrauch deutlich. Dies ist die wirksamste Maßnahme, um die Amortisationszeit zu verkürzen.
- Vorlauftemperatur optimieren: Die optimale Vorlauftemperatur für Wärmepumpen liegt bei 35 °C. Oberhalb von 55 °C werden Wärmepumpen unwirtschaftlich. Kombinieren Sie die Wärmepumpe mit einer Fußbodenheizung oder Niedertemperaturheizkörpern damit Sie optimale Ergebnisse erzielen.
- Jahresarbeitszahl erhöhen: Eine höhere Jahresarbeitszahl bedeutet einen geringeren Stromverbrauch. Wählen Sie eine Wärmepumpe mit hoher Effizienz und lassen Sie diese fachgerecht einstellen.
- Richtige Dimensionierung: Eine korrekt dimensionierte Wärmepumpe arbeitet effizienter. Eine Überdimensionierung führt zu einem ineffizienten Betrieb und mehr Verschleiß. Eine Unterdimensionierung überlastet die Anlage.
- Günstigen Stromtarif nutzen: Nutzen Sie spezielle Wärmepumpenstromtarife, denn sie sind günstiger als normale Haushaltstarife. Mit ihnen können Sie Ihre jährlichen Betriebskosten um hunderte Euro senken.
- Maximale Förderung nutzen: Die Förderung kann bis zu 70% der Kosten betragen. Für die meisten Haushalte sind 55% realistisch. Schöpfen Sie die Fördersätze maximal aus, dies senkt die Investitionskosten erheblich.
- Regelmäßige Wartung: Warten Sie Ihre Wärmepumpe regelmäßig, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Dies verlängert die Lebensdauer und erhält die Effizienz.
Was kostet eine Wärmepumpe?
Die Investitionskosten einer Wärmepumpe im Einfamilienhaus betragen zwischen 14.000 und 35.000 €. Die Preise für die Anschaffung und Installation liegen bei 10.000 bis 18.000 € für das Gerät und bis zu 3.000 € für die Installation. Die Erschließung der Wärmequelle kostet 2.000 bis 15.000 €, je nach Wärmepumpentyp.
| Kostenstelle | Luftwärmepumpe | Erdwärmepumpe | Grundwasserwärmepumpe |
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 10.000 – 15.000 € | 12.000 – 18.000 € | 12.000 – 17.000 € |
| Installationskosten | 2.000 – 3.000 € | 2.000 – 3.000 € | 2.000 – 3.000 € |
| Erschließungskosten | bis 2.000 € | 4.000 – 15.000 € | 6.000 – 10.000 € |
| Gesamtkosten | 14.000 – 20.000 € | 18.000 – 35.000 € | 20.000 – 30.000 € |
Die jährlichen Betriebskosten für eine Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus liegen durchschnittlich zwischen 750 und 1.500 € und setzen sich hauptsächlich aus Strom- und Wartungskosten zusammen. Die Stromkosten belaufen sich dabei jährlich auf 600 bis 1.200 €, je nach Art und Wirkungsgrad der Wärmepumpe. Die Wartungskosten betragen zwischen 150 € und 300 € pro Jahr.
Welche Erfahrungen machen Nutzer mit Wärmepumpen?
Nutzer berichten überwiegend von positiven Erfahrungen mit Wärmepumpen. Die Geräte arbeiten zuverlässig, sparen Energiekosten und bieten ein hohes Maß an Komfort und Unabhängigkeit.
Eine Familie aus Nordrhein-Westfalen hat ihre Gastherme 2022 gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ausgetauscht. Nach zwei Jahren Betrieb erreicht die Anlage eine Jahresarbeitszahl von 4,1 – deutlich über dem Durchschnitt von 3,0. Der Heizstab läuft nur minimal und trägt zu weniger als 5% zum Energieverbrauch bei. Die Familie spart mit der Wärmepumpe etwa 800 € pro Jahr an Energiekosten. Die Wärmepumpe läuft zuverlässig, auch bei Minusgraden, und erzeugt ein angenehmes Raumklima.
Der Installateur HeatGreen sammelt regelmäßig Rückmeldungen von Nutzern. Die meisten Kunden berichten, dass die Wärmepumpe leise läuft (35–45 dB(A)), zuverlässig heizt und sich die Investition nach 7 bis 9 Jahren amortisiert. Nutzer schätzen besonders die Unabhängigkeit von Gas und Öl, stabile Betriebskosten und die Möglichkeit, die Betriebskosten durch Solarstrom aus einer Solaranlage zu senken.
Werden Wärmepumpen 2026 noch gefördert?
Beim Heizungstausch im Bestand werden Wärmepumpen 2026 noch gefördert. Die KfW-Bank bietet über das Programm 458 eine Grundförderung von 30% der förderfähigen Kosten. Zusätzlich gibt es Boni, die die Förderung auf bis zu 70% erhöhen:
- Grundförderung: 30% der förderfähigen Kosten für den Heizungstausch im Bestand für alle Hauseigentümer
- Effizienzbonus: +5% für Wärmepumpen mit hoher Effizienz (JAZ ≥ 4,5)
- Geschwindigkeitsbonus: +20%, wenn der Heizungstausch bis Ende 2028 abgeschlossen ist
- Einkommensbonus: +30% für Haushalte mit Einkommen unter 90.000 € (Einzelperson) oder 180.000 € (Ehepaar)
Für ein Einfamilienhaus werden Kosten bis 30.000 € berücksichtigt, sodass Sie maximal 21.000 € Zuschuss erhalten können.
Für Wärmepumpen im Neubau gibt es nur indirekte Förderung über gebäudebezogene Kredite für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen.
Was sind die Vor- und Nachteile einer Wärmepumpe?
Wärmepumpen erreichen hohe Wirkungsgrade von 300 bis 500%, was zu niedrigen Betriebskosten führt. Der Hauptnachteil sind die hohen Anschaffungskosten. Mit der richtigen Planung und der aktuellen staatlichen Förderung überwiegen die Vorteile aber deutlich.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| hoher Wirkungsgrad | hohe Anschaffungskosten |
| niedrige Betriebskosten | Abhängigkeit von Stromkosten |
| Wartungsarm und langlebig | Lärmentwicklung bei schlechter Aufstellung |
| Nutzung natürlicher, erneuerbarer Energie | bei hohem Wärmebedarf weniger effizient |
| geringere Emissionen und geringer CO₂-Ausstoß | Vorlauftemperatur muss unter 55 °C liegen |
| zukunftssicheres Heizsystem | Sanierung des Hauses kann erforderlich sein |
| Förderung bis zu 70% | Platzbedarf für Außeneinheit |
| Unabhängigkeit von Gas und Öl | – |
| kombinierbar mit Photovoltaik und PV-Speicher | – |
| angenehmes Raumklima | – |
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