Ein Stromspeicher senkt die Stromkosten und reduziert die Unabhängigkeit vom Stromnetz. Doch sollten Sie einen Speicher kaufen oder mieten? In diesem Artikel erfahren Sie, welche Option sich im Jahr 2026 lohnt und worauf Sie bei der Entscheidung achten müssen.
Das Wichtigste zuerst
- Ein Stromspeicher erhöht Ihren Eigenverbrauch von Solarstrom auf bis zu 70%.
- Die Miete eines Stromspeichers erspart Ihnen hohe Anschaffungskosten und technisches Risiko.
- Die monatlichen Mietkosten für einen Speicher liegen zwischen 69 und 160 €.
- Ein Kombipaket aus PV-Anlage und Speicher beginnt bei 114 € monatlich.
- Langfristig ist der Kauf eines Stromspeichers erheblich günstiger als die Miete.
Warum ist ein Stromspeicher sinnvoll?
Mit einem Stromspeicher maximieren Sie den Eigenverbrauch Ihres selbst produzierten Solarstroms. Eine Photovoltaikanlage erzeugt den meisten Strom zur Mittagszeit, wenn der Verbrauch im Haushalt oft am geringsten ist. Ohne Speicher wird dieser überschüssige Strom für eine geringe Einspeisevergütung von derzeit rund 8 ct/kWh ins Netz eingespeist.
Mit einem Speicher können Sie den Solarstrom zwischenspeichern und dann nutzen, wenn Sie ihn wirklich brauchen, zum Beispiel abends oder nachts. So müssen Sie deutlich weniger teuren Netzstrom beziehen und sparen dadurch erheblich an Stromkosten.
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Lohnt sich das Mieten eines Stromspeichers?
Die Miete ist eine gute Option, wenn Sie die hohen Anschaffungskosten von 8.000 bis 15.000 € vermeiden möchten. Sie zahlen eine feste monatliche Rate und der Anbieter kümmert sich um alles Weitere wie Installation, Wartung und Versicherung. Allerdings sind die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit von meist 20 Jahren in der Regel höher als beim Kauf.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| keine hohen Anschaffungskosten | höhere Gesamtkosten über die Laufzeit |
| feste, planbare monatliche Raten | lange Vertragsbindung |
| kein technisches oder finanzielles Risiko | weniger Flexibilität bei Vertragsänderungen |
| Wartung und Versicherung sind inklusive | Sie werden nicht Eigentümer der Anlage. |
| schneller und einfacher Einstieg | Die Einspeisevergütung geht an den Anbieter. |
| Zugang zu moderner Technologie | weniger Anbieter für reine Speichermiete |
Bei welchen Anbietern kann ich einen Batteriespeicher mieten?
Es gibt derzeit kaum Anbieter, die einzelne Batteriespeicher zur Miete anbieten. Viessmann Wärme + Strom sowie manche Stadtwerke wie die Gruppe Strausberg oder Pritzwalk haben Contracting-Modelle, bei denen einzelne Energiesysteme - darunter auch Batteriespeicher - zur Miete aufgeführt. Ob die Miete eines Stromspeichers tatsächlich ohne weitere Zusatzkomponenten möglich ist, wird nicht explizit angegeben.
Frühere Anbieter wie Zolar, Eigensonne oder DZ4 haben ihr Privatkundengeschäft teils eingestellt oder den Betrieb umstrukturiert. Der Markt hat sich deutlich verändert und konzentriert sich heute auf die Vermietung von Komplettpaketen aus Photovoltaikanlage und Stromspeicher.
Was kostet ein Stromspeicher zur Miete?
In den vergangenen Angeboten früherer Anbieter kostete die Miete eines einzelnen Batteriespeichers je nach Speicherkapazität ab 69 bis 114 € pro Monat. Für ein Kombipaket aus Photovoltaikanlage und Stromspeicher beginnen die monatlichen Mietpreise bei etwa 114 €.
In diesen Mietpreisen sind in der Regel alle wichtigen Leistungen enthalten. Dazu gehören die Planung, die Installation, die Wartung, eventuelle Reparaturen und die Versicherung der Anlage.
Was kostet der Kauf eines Speichers?
Die Kosten für einen PV-Speicher für ein typisches Einfamilienhaus liegen durchschnittlich zwischen 1.850 und 6.900 €. Pro Kilowattstunde Speicherkapazität können Sie mit Kosten von 270 bis 365 € rechnen. Hinzu kommen Kosten von 1.000 bis 3.000 € für die Installation.
| Kostenstelle | Kosten |
|---|---|
| PV-Speicher | 850 – 3.900 € |
| Installation | 1.000 – 3.000 € |
| Gesamtkosten | 1.850 – 6.900 € |
In den letzten Jahren sind die Kosten für Stromspeicher stark gefallen. Das vergrößert den Kostenunterschied zwischen der Miete und dem Kauf enorm. Schauen wir uns dazu ein Beispiel an.
Beispielrechnung: Solarspeicher mieten oder kaufen?
Der Kauf eines Solarspeichers lohnt sich für Sie finanziell mehr als die Miete, wenn Sie die anfängliche Investition tätigen können. Die Kosten amortisieren sich meist innerhalb von 8 bis 12 Jahren. Diese Investition kann sich durch bundeslandspezifische Förderungen noch schneller für Sie rentieren.
In folgender Beispielrechnung finden Sie einen Vergleich zwischen Miete und Kauf eines 10 kWh-Batteriespeichers.
| Eigenschaft | Solarspeicher mieten | Solarspeicher kaufen |
|---|---|---|
| Investitionskosten | 0 € | 4.375 € |
| Monatliche Mietkosten | 92 € | 0 € |
| Jährliche Mietkosten | 1.104 € | 0 € |
| Gesamtkosten nach 20 Jahren | 22.080 € | 4.375 € |
| Ersparnis durch Kauf | 17.705 € |
In unserem Beispiel sparen Sie über 20 Jahre insgesamt 17.705 € sparen. Der Kauf ist also die deutlich wirtschaftlichere Variante.
Kann ich eine Photovoltaikanlage mit Speicher mieten?
Sie können eine Photovoltaikanlage zusammen mit einem Stromspeicher als Komplettpaket mieten. Dieses Modell ist ideal für Sie, wenn Sie noch keine PV-Anlage besitzen und die hohen Anfangsinvestitionen für Kauf und Installation scheuen. Sie zahlen eine monatliche Gebühr und profitieren sofort von Ihrem eigenen, sauberen Strom, ohne sich um technische Details oder Wartung kümmern zu müssen. Anbieter auf dem deutschen Markt haben sich auf diese Kombipakete spezialisiert.
Alternative: Welche Hersteller bieten Batteriespeicher zum Kauf?
Wenn Sie sich gegen die Miete und für den Kauf eines Batteriespeichers entscheiden, gibt es eine Vielzahl von etablierten Herstellern. Zu den bekanntesten Stromspeicher-Marken in Deutschland gehören Sonnen, Senec, BYD, LG Energy Solution und E3/DC. Diese Hersteller bieten eine breite Palette von Speichersystemen mit unterschiedlichen Kapazitäten und Funktionen an, die Sie über einen qualifizierten Fachbetrieb beziehen können.
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