Schwarze Solarmodule: Vor- und Nachteile von Full-Black-Modulen

Kai Janßen
Zuletzt aktualisiert: 18/05/2022
Kategorie: Solarpanel

Schwarze Solarmodulen werden häufig auch Full-Black-Module genannt. Es sind monokristalline PV-Module, bei denen die meisten Komponenten schwarz sind. Dazu gehören Solarzellen, Reflexionsschicht, Rückseite und Modulrahmen. Full-Black-PV-Module punkten mit ästhetischer Optik. Nachteile sind der höhere Preis sowie der etwas niedrigere Wirkungsgrad bei hohen Temperaturen.

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Vorteile von Full-Black-PV-Modulen

Der größte Vorteil schwarzer Solarmodule ist ihre Ästhetik. Bei normalen monokristallinen Solarmodulen sieht man die weiße Rückseitenfolie zwischen den einzelnen Solarzellen. Bei schwarzen Solarmodulen sind die Modulrahmen und die Rückseitenfolie schwarz. Die Module eignen sich daher bestens für ein dunkles Hausdach.

Ästhetisches Gesamtbild

Die Rückseitenfolien sind bei Full-Black-Modulen schwarz. Bei normalen monokristallinen Solarmodulen sind diese sonst weiß. So fällt das Rastermuster der Solarzellen nicht so deutlich auf. Wollen Sie es „all black“ haben, gibt es auch die Modulrahmen und das Montagesystem in Schwarz. Sie erhalten auf diese Weise ein sehr einheitliches und optisch ansprechendes Gesamtbild. Insbesondere auf einem dunklen Dach wird die Photovoltaikanlage unauffälliger und fügt sich besser ein.

Verringerte Reflexion und höhere Lichtabsorption

Die Montagesysteme bestehen in der Regel aus Aluminium. Aluminium ist auffällig und kann reflektieren. Ein schwarzes Montagesystem reduziert diese Reflexionen. Dies ist besonders bei einer engen Bebauung von Vorteil, da ein Stören oder gar Blenden der Nachbarn ausgeschlossen wird.

Die verbauten monokristallinen Solarzellen haben einen hohen Wirkungsgrad. Solarzellen haben nämlich normalerweise eine silberne, graue Farbe. Diese Farbe reflektiert jedoch viel Sonnenlicht, sodass die Strahlen gar nicht alle Solarzellen erreichen. Die Solarzellen werden deshalb mit einer Reflexionsschicht beschichtet. Diese ist bei monokristallinen Solarmodulen schwarz, auch bei nicht Full-Black Modulen. Die schwarze Farbe reduziert die Reflexionen der Solarzellen und lässt die Zelle selbst mehr Strahlen aufnehmen. 

Auch das verwendete Silizium in monokristallinen Solarzellen kann schwarz gefärbt werden. Das Silizium wird in der Herstellung mit kurzen Laserimpulsen beschossen. Die Impulse rauen die Oberfläche auf und reduzieren so ebenfalls stark die Reflexion der Solarzellen. Dies erhöht die Lichtabsorption und damit auch die Effizienz des Solarmoduls.

Schwarze Solarmodule Full-Black Module

Schwarze Full-Black-Module auf einem Dach

Lange Garantiezeit

Full-Black-Solarmodule werden mit hochwertigen monokristallinen Solarzellen ausgestattet. Diese gleichen den Leistungsverlust durch die höhere Temperatur des schwarzen Solarmoduls aus. Dank der hohen Qualität der Solarzellen können Hersteller oft eine lange Lebenszeit der Module garantieren.

Nachteile von schwarzen Solarmodulen

Schwarze Solarmodule haben den großen Nachteil, dass sie sich schneller erwärmen. Das liegt daran, dass alle Modellkomponenten schwarz sind. Bei steigender Temperatur des Solarmoduls verringert sich der Wirkungsgrad, wobei der Verlust gering ausfällt. Zusätzlich sind schwarze Module teurer als normale PV-Module.

Höhere Temperaturen, geringerer Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad und damit die Leistung von PV-Modulen wird bei steigenden Temperaturen verringert. Das Schwarz absorbiert die Wärme der Sonnenstrahlen schneller und erhitzt sich dementsprechend stärker. Das Tec-Institut hat dazu einen Test gemacht, bei dem die komplett schwarzen Solarmodule an sonnigen Tagen im Schnitt um 5° Grad wärmer waren. Dies führte zu einem Leistungsverlust von rund 2,3%. Dieser Leistungsverlust ist jedoch kaum merkbar im privaten Gebrauch.

Die schwarze Rückseitenfolie absorbiert Sonnenstrahlen

Normalerweise wird bei Solarmodulen eine weiße Rückseitenfolie verwendet, damit das Licht, was zwischen die Solarzellen fällt, auf diese zurück reflektiert werden kann. Die schwarze Folie hat diesen Effekt jedoch nicht. Sie absorbiert die Sonnenstrahlen und vermindert so die Leistung der Solarzellen.

Schwarze Solarmodule kosten mehr

In der Regel sind die Kosten für Full-Black-PV-Module höher als die für normale Module. Die Herstellung der Full-Black-PV-Module ist zwar gleich wie bei monokristallinen, jedoch werden besonders hochwertige Zellen verbaut. Auch die extra Arbeit, genauer genommen das Lackieren der Rahmen und Montagsystemen schwarz, kostet etwas mehr. Zusätzlich wird für eine schönere Optik und Ästhetik auch einfach ein höherer Preis bezahlt.

Warum sind Full Black Solarmodule schwarz? 

Full-Black-PV-Module sind schwarz, um dem ästhetischen Anspruch vieler Photovoltaik-Besitzer gerecht zu werden. Neubauten werden immer häufiger mit dunklen Dächern gebaut, auf denen eine komplett schwarze PV-Anlage schöner aussieht. So sind nicht nur die Solarzellen schwarz, sondern die anderen Komponenten wie die Rückseitenfolie und der Rahmen. 

Welche Hersteller bieten schwarze Module an? 

  • Aleo Solar, Deutschland
  • BenQ Solar, Taiwan
  • JinkoSolar, CHina
  • LG, Südkorea
  • Meyer Burger, Schweiz
  • Panasonic, Japan
  • Solar-Fabrik, Deutschland
  • SOLARWATT, Deutschland
  • SolarWorld, Deutschland
  • Trina Solar, China

Was kosten schwarze Photovoltaikmodule? 

Die Kosten für schwarze Solarmodule reichen von einem Modulpreis ab 160 bis zu 310 Euro. Der Preis variiert sehr stark, je nach Hersteller und der Leistung des Moduls. Pro kWp Leistung liegen die Kosten zwischen 600 € und 950 €.

Fazit

Schwarze PV-Module sind sehr beliebt auf dunklen Hausdächern. Durch ihre Full-Black-Optik fügen sie sich unauffällig in das Design ein. Zusätzlich verringern sie die Reflexion der Sonnenstrahlen und verhindern auf diese Weise ein Blenden der Nachbarn. Dadurch nehmen sie aber auch mehr Wärme auf, was zu einem marginalen Leistungsverlust führt.

Full-Black-PV-Module sind leistungsstarke monokristalline Solarmodule. Ihre Anwendung lohnt sich, wenn Sie auf das Design und die Ästhetik Ihres Baus viel Wert legen. 

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