Wechselrichter: der komplette Ratgeber (2021)

Kai Janßen
Zuletzt aktualisiert: 29/10/2021

Die Auswahl an Wechselrichtern ist riesig. Es gibt viele Hersteller, Modelle und Typen. In diesem umfangreichen Ratgeber lernen Sie (fast) alles über Wechselrichter, damit Sie bei der Wahl die richtige Entscheidung treffen. 

Das wichtigste zuerst

Hauptaufgaben

Das Gerät wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um, überwacht das Netz und kann die Leistung der PV-Anlage optimieren.

Wechselrichter-Hersteller

SMA und Huawei haben die größten Marktanteile. Aber auch andere wie Fronius, Solar-Edge sind bekannte Marken. 

Es gibt verschiedene Arten

Es gibt verschiedene Typen: String-, Modul, Hybrid-, Insel und für große Anlagen Zentral-Wechselrichter. 

Was kostet ein Wechselrichter?

Die Kosten liegen bei 800 bis 2000 Euro. Der Preis pro KW beträgt etwa 166 Euro. 

Was ist ein Wechselrichter und wie ist seine Funktionsweise?

Wechselrichter sma photovoltaik

Wechselrichter (Quelle: sma.de)

Ein Wechselrichter ist ein Gerät, das den von den PV-Zellen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Dieser kann vom Anlagenbetreiber direkt genutzt werden oder in das Stromnetz eingespeist werden.

Die Umwandlung des Gleichstroms (DC) in Wechselstrom (AC) erfolgt, indem der Wechselrichter die Polarität des Stroms verändert. Eine Wechselstromfrequenz von 50 Hz ist üblich. Das bedeutet, der Strom wechselt 50 Mal pro Sekunde seine Polarität. 

Welche Aufgaben hat ein Wechselrichter? 

Neben der Umwandlung des Gleichstroms in Wechselstrom hat ein Wechselrichter noch viele Aufgaben.

Netzüberwachung

Der Wechselrichter prüft in regelmäßigen Abständen, ob die Parameter des Stromnetzes in einem vordefinierten Bereich liegen.

Sofern dies nicht der Fall sein sollte, regelt der Wechselrichter die Einspeisung durch die Anlage herunter beziehungsweise unterbindet diese komplett.

Dies kann der Fall sein, wenn bei starkem Sonnenschein zu viel Solarstrom bereitgestellt und hierdurch das Stromnetz überlastet wird.

Anlagenüberwachung

Eine weitere Aufgabe des Wechselrichters besteht in der Anlagenüberwachung. Der Wechselrichter zeichnet die Spannung, Stromstärke und die aktuelle Leistung der Photovoltaikanlage auf.

Hierdurch können etwaige Schäden identifiziert oder das Verhältnis zwischen Stromeinspeisung und Eigenverbrauch optimiert werden.

Leistungsoptimierung

Wechselrichter spielen auch eine entscheidende Rolle bei der Leistungsoptimierung einer Solaranlage. Denn der Wirkungsgrad dieser Anlagen ist im sogenannten „Maximum Power Point (MPP)“ am höchsten. 

Unter dem MPP versteht man einen Punkt, in dem die Strom- und Spannungswerte der Solarzelle optimal sind, weshalb ab hier die höchste elektrische Leistung abgegriffen werden kann.

Der Wechselrichter optimiert deshalb fortlaufend das Verhältnis zwischen den Strom- und Spannungsparametern in der Solarzelle, um diese möglichst lange am MPP zu halten. Hierzu verändert er den Innenwiderstand des Stromkreises. Allerdings kann er dabei erhitzen, was seinen Wirkungsgrad verringert.

Sicherheit bei Wartungsarbeiten

Obwohl Photovoltaikanlagen als pflegeleicht gelten, müssen auch diese gewartet werden. Da sie mit dem Stromnetz verbunden sind, würden sich Techniker einem lebensgefährlichen Risiko aussetzen, wenn sie die Module berühren würden.

Um eine Wartung trotzdem zu ermöglichen, bietet der Wechselrichter die Möglichkeit, die Gleichstromzufuhr zu kappen. Dadurch kann die Solaranlage gefahrlos angefasst werden.

Ein guter Solarteur ist die Grundlage

Selbst der beste Wechselrichter wird nicht richtig funktionieren, wenn er falsch installiert wurde:

  • Eine unsachgemäße Installation führt zum Erlöschen der Garantie.
  • Eine falsche Installation ist eine häufige Ursache von Störungen.
  • Der Solarteur ist Ihr erster Ansprechpartner, wenn es Probleme gibt.

Wir helfen Ihnen bei der Auswahl eines Wechselrichters und unterstützen Sie auch gerne bei der Auswahl eines zuverlässigen Solarteurs. Vergleichen Sie Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region und sparen dabei bis zu 30%.

Verschiedene Typen und Arten von Wechselrichtern

Je nach den Eigenschaften einer Solaranlage sollte ein entsprechend angepasster Wechselrichter verwendet werden.

Prinzipiell gibt es mehrere Typen dieser Geräte, die zur Auswahl stehen:

String Wechselrichter

Stringwechselrichter

Stringwechselrichter (Quelle: Fronius)

Wie der Name schon sagt, ist ein Stringwechselrichter für einen ganzen „String“ verantwortlich. Wenn mehrere Module unter ähnlichen Gegebenheiten arbeiten (gleiche Dachneigung und Ausrichtung, ähnliche Verschattung), dann werden sie zu einem String und bekommen einen eigenen (String-)Wechselrichter. 

Das ist beispielsweise dann hilfreich, wenn einige Strings verschattet sind und andere nicht. Durch multiple MPP-Tracker können Stringwechselrichter die verschiedenen 

Flächen individuell steuern und die Verluste minimieren.  

Allerdings können sie den MPP nur für alle Module des Strings einheitlich einstellen. Deshalb sind sie nicht optimal, wenn ein Teil desselben Strings beschattet wird.

Modulwechselrichter

SMA Modulwechselrichter

Modulwechselrichter (Quelle: SMA)

Der Name des Modulwechselrichters leitet sich von der Tatsache ab, dass dieser an jedem PV-Modul angebracht ist. 

Modulwechselrichter eignen sich gut, um Module mit sehr unterschiedlicher Leistung, zum Beispiel durch Beschattung, zu nutzen. Wenn ein Modul beispielsweise durch Schmutz oder Blätter verschattet wird, dann leider nicht die ganze Installation darunter.

Auf der Gegenseite stehen höhere Anschaffungs- und Installationskosten - schließlich bekommt jedes Modul einen eigenen Wechselrichter. 

Zudem werden auch Störungen und Ausfälle wahrscheinlicher, da die Anlage jetzt über mehr elektrische Teile verfügt und jedes davon kaputtgehen kann.  

Hybrid-Wechselrichter

Ein Hybrid-Wechselrichter stellt ein Hybridgerät zwischen einem Wechselrichter und einer Solarbatterie dar. Er erfüllt somit alle Aufgaben eines Wechselrichters, kann aber zusätzlich auch Strom speichern.

So kann beispielsweise zur Mittagszeit nicht benötigter Solarstrom gespeichert und dieser dann bei Dunkelheit freigegeben werden. Dadurch kann der Anteil des Eigenverbrauchs an der gesamt produzierten Strommenge erhöht werden.

Inselwechselrichter

Inselwechselrichter

Inselwechselrichter von SMA (Qualle: SMA)

Inselwechselrichter ermöglichen es, eine Solaranlage als Insellösung zu betreiben. Dies ist dann der Fall, wenn keine Verbindung der Anlage zum Stromnetz vorgesehen ist. Inselwechselrichter können je nach Einsatzgebiet eine unterschiedliche Spannung und Polarität bereitstellen. So können beispielsweise Campingkocher mit Solarstrom betrieben werden.

Bei großen, gewerblichen und industriellen PV-Anlagen kommen zudem Zentralwechselrichter zum Einsatz. 

Welche Wechselrichterhersteller gibt es?

Zu den besten Wechselrichterhersteller zählen folgende Marken: 

Alle der oben gelisteten Hersteller produzieren qualitativ hochwertige und langlebige Produkte, die wir empfehlen können. 

Eine komplette Liste der 12 größten Wechselrichter-Hersteller finden Sie hier

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Was unterscheiden einen guten von einem schlechten Wechselrichter? 

Unabhängig davon, was ihr Installateur oder der Hersteller behaupten, sollten Sie bei der Wahl des Wechselrichters auf folgende Merkmale achten.

Zuverlässigkeit

Ein Wechselrichter ist ein komplexes Gerät, das hohen Lasten ausgesetzt ist. Schließlich arbeitet er ständig an der Umwandlung des Wechselstroms aus den Photovoltaikmodulen.

Durch diese hohe Leistungsbelastung ist seine Lebensdauer daher kürzer als die der Solarpaneele (ca. 15 Jahre). Zudem führt sein Ausfall in der Regel zum Ausfall der Stromversorgung der gesamten PV-Anlage. 

Daher ist die Zuverlässigkeit des Wechselrichters und die Möglichkeit einer schneller Reparatur essenziell. Es lohnt sich hier mehr für hohe Qualität zu bezahlen. 

Wichtig!

Wenn Sie einige Euros sparen möchten, dann tun Sie es lieber bei Solarmodulen und nicht am Wechselrichter (oder der Installationsfirma) - es lohnt sich nicht!

Doch wie genau kann Zuverlässigkeit qualifiziert werden? 

Zertifikate

Zertifikate sind zwar wichtig. Sie sollten jedoch nicht zu viel Zeit verschwenden diese zu studieren, denn alle seriösen Anbieter haben immer die erforderlichen Zertifizierungen. Werfen Sie gerne nochmal einen Blick auf die Herstellerliste weiter oben im Text. 

Wenn Sie sich weiter mit der Materie beschäftigen möchten, dann ist es in jedem Fall zwingend erforderlich, dass der Wechselrichter über folgende Zertifikate verfügt: 

  • Konformitätserklärung nach PN-EN 61000-3-2 und PN-EN 61000-3-3 (für Wechselrichter mit <16A); PN-EN 61000-3-12 und PN-EN 61000-3-11 (für solche mit 16-75A)
  • Konformitätserklärung gemäß der Norm PN-EN 50438
  • Konformitätserklärung gemäß der Richtlinie 2014/35/EU (Niederspannung)
  • Konformitätserklärung gemäß der Richtlinie 2014/30/EU (elektromagnetische Verträglichkeit)

Die Zertifikate sind im Internet schwer zugänglich oder nur für Installateure verfügbar. Daher sollten Sie am besten diesen danach fragen. 

Wenn ein Wechselrichter über die oben genannten Zertifikate nicht verfügt, dann sollte er nicht verwendet werden. Zertifikate sind kein Indiz für Qualität, sondern ein notwendiges Minimum.

Mechanische Beständigkeit und IP-Schutzarten

Wechselrichter sind so konzipiert und gebaut, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen arbeiten müssen. Die mechanische Beständigkeit kann dabei anhand der IP-Schutzart und der vom Institut PVEL durchgeführten Prüfungen beurteilt werden.

Die IP-Schutzart gibt an, inwieweit das Produkt gegen Staub und Wasser resistent ist. Dies ist vor allem bei Photovoltaik-Farmen wichtig, da der Wechselrichter dort meist im Freien installiert sind. Aber auch für Privatanwender liefert sie Auskunft über die Qualität des Gehäuses.

Die überwiegende Mehrheit der Wechselrichter hat die IP-Schutzart IP65. Das bedeutet, dass sie unter freiem Himmel arbeiten können und dass der Regen ihnen nichts anhaben kann. Einige besitzen sogar die IP-Schutzart IP66, was bedeutet, dass sie noch widerstandsfähiger gegen Wasser sind.

Die robustesten Wechselrichter

Die Auszeichnung TOP PERFORMER des PVEL-Instituts im Jahr 2019 für ihre Leistung bei mechanischen Haltbarkeitstests ging an die Hersteller:

  • Delta
  • SMA
  • Fronius

Garantie eines Wechselrichters

Die Garantielänge ist einer der besten Anhaltspunkte für die Qualität eines Wechselrichters. Manchmal ist es jedoch nicht einfach, eine gute von einer schlechten Garantie zu unterscheiden. 

Der Leistungsumfang einer Garantie ist wichtig und umfasst Punkte wie:

  • die Meldung von Mängeln
  • die garantierte Unterstützung durch den Kundendienst
  • Schäden, die von der Garantie abgedeckt werden oder nicht
  • Maximale Zeit für die Meldung eines Mangels

Die Garantielänge gibt einen Aufschluss darüber, wie sehr der Hersteller von der Qualität seines Produkts überzeugt ist. Die Standardgarantie beträgt 5 Jahre, die wirklich guten beginnen bei 10 Jahren. 

Hier ein beispielhafter Vergleich der besten Wechselrichter hinsichtlich ihrer Garantie:

Hersteller

Garantie

Verlängerung

Solaredge Logo

12 Jahre

bis 25 Jahre

SMA Logo

5 Jahre

bis 20 Jahre

Delta Logo

5 Jahre

bis 20 Jahre

Fronius Logo

5 Jahre

bis 20 Jahre

Enphase Logo

20 Jahre

-

Eine längere Garantie steht natürlich immer im Zusammenhang mit einem höheren Preis. So können Produkte mit einer Garantie von 20 Jahren doppelt so viel kosten wie andere. 

Es stellt sich an dieser Stelle die Frage nach der Lebensdauer eines Wechselrichters. Gehen Sie davon aus, dass Wechselrichter guter Qualität 10 bis 15 Jahre ohne Reparatur halten werden. 

Wichtig!

Nehmen Sie grundsätzlich Abstand von Wechselrichtern, die weniger als 5 Jahre Garantie bieten. 

Und was passiert danach?

Dann beginnen die empfindlicheren Komponenten auszufallen und Sie müssen einen Installateur zu Hilfe rufen. Entscheiden Sie sich für einen Hersteller mit einem guten Support, dann weiß der Installateur schnell, welche der Teile ausgetauscht werden müssen.

In vielen Fällen rechnet sich eine Reparatur immer noch und die teure Neuanschaffung kann vermieden werden.

Nach 20 Jahren ist dann aber Schluss. Sogar die besten Wechselrichter sind dann so kaputt, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt.

Jetzt Photovoltaik Angebote vergleichen und 30% sparen!

Nehmen Sie sich 60 Sekunden Zeit und füllen ein kurzes Formular aus. Wir verbinden Sie mit bis zu fünf geprüften Fachfirmen aus Ihrer Region. Der Vergleich ist für Sie kostenlos und unverbindlich.

Grafik Angebote

Die Leistungsfähigkeit eines Wechselrichters

Solarmodule mit ihren Photovoltaikzellen erzeugen zwar Strom, sind jedoch recht einfache Geräte. Der Gehirn der Anlage ist der Wechselrichter und erst dieser kann das Maximum an Leistung aus einer PV-Anlage herausholen.

Bei der Leitungsfähigkeit eines Wechselrichters wird oft nur der Wirkungsgrad genannt. Dieser ist sehr wichtig, aber nur einer von drei Leistungsfaktoren:

  • Wirkungsgrad - je höher er ist, desto weniger Strom verbraucht der Wechselrichter für seinen eigenen Betrieb und desto weniger Wärme erzeugt er.
  • Quantität und Qualität von MPP -  je besser dieser Wert, desto weniger stören sich die einzelnen Module gegenseitig.
  • Zuverlässigkeit - jeder Ausfall des Wechselrichters bedeutet finanzielle Einbuße. 

Welche Hersteller sind hier am besten geeignet? 

Hierzu gibt keine konkreten Tests, aber eine wichtige Richtlinie ist der 30-Tage-Leistungstest, der vom PVEL-Institut unter realen Bedingungen durchgeführt wird.

Die besten Wechselrichter in Bezug auf die Leistungsfähigkeit

Im Jahr 2019 vergab PVEL die Auszeichnung TOP PERFORMER an folgende Hersteller:

  • SMA
  • Huawei

Leider ist unklar, wie viele Wechselrichter diesen Test bestanden haben. Der Erhalt dieser Auszeichnung bestätigt somit eine herausragende Leistung, ihr Fehlen zeugt aber nicht zwangsläufig von schlechter Qualität

Nachfolgend schlüsseln wir die einzelnen Leistungsfaktoren nacheinander auf.  

Wirkungsgrad eines Wechselrichters

Unter dem Wirkungsgrad versteht man das Verhältnis zwischen zugeführtem Gleichstrom und durch den Wechselrichter bereitgestellten nutzbaren Wechselstrom.

Der Wirkungsgrad ist dabei variabel und variiert je nach Spannung und Leistung der Anlage, wobei die Spannung in erster Linie von der Installation und die Leistung vom Wetter abhängt. 

Wichtig!

Der maximale Wirkungsgrad eines Wechselrichters ist gar nicht so entscheidend, da dieser nur im besten Fall und unter optimalen Bedingungen auftritt. 

Entscheidender ist hier der gewichtete Wirkungsgrad, der berücksichtigt, wie gut der Wechselrichter unter verschiedenen Bedingungen (morgens, bei Sonnenschein und abends) abschneidet.

Die beiden populärsten gewichteten Wirkungsgradbezeichnungen sind der europäische Wirkungsgrad (Europa) und der CEC-Wirkungsgrad (USA). Die Unterschiede zwischen den beiden sind nicht groß, in Deutschland sollte aber logischerweise der europäische Wirkungsgrad herangezogen werden. 

Zu den Marken von Modulwechselrichtern und Wechselrichtern, die einen gewichteten Wirkungsgrad von über 97% erreichen, gehören:

  • Enphase
  • SMA
  • Fronius
  • Delta
  • ABB
  • Schneider
  • Huawei
  • SolaX
  • Sofar
  • Kehua
  • Growatt

Der Wert von 97% ist wirklich hervorragend und mehr braucht man eigentlich nicht zu wissen. Wenn Sie neugierig sind und wissen möchten, welche Marken in dieser Hinsicht die Besten der Besten sind, dann hilft hier wieder der Ranking des PVEL-Instituts.

Die TOP PERFORMER-Auszeichnung 2019 für die Leistung in den Kovarianz-Wirksamkeitstests des PVEL-Instituts ging an:

  • Schneider
  • Huawei

Anzahl MPPTs und Optimierung

MPPT ist ein Modul zur Bestimmung der maximalen Leistung. Er berechnet die ideale Last für die ganze oder Teile der PV-Anlage, damit bestmögliche Leistung erzeugt werden kann. 

Warum ist es wichtig? 

Photovoltaikzellen beeinflussen sich gegenseitig. Schwächere, weniger beleuchtete Zellen, wirken sich auf die Leistung des gesamten Moduls aus. Wird dieser Bereich nicht durch die Bypass-Dioden abgeschaltet, reduzieren die Module mit geringerer Leistung die Leistung der gesamten Installation - bei gut konzipierten Installationen um bis zu 15-20%.

Ein gutes MPPT-System kann den maximalen Leistungspunkt in jeder Situation richtig einstellen, und das ist nicht immer einfach. 

Schauen wir uns an, welche Hersteller von String-Wechselrichtern es am besten hinbekommen.

Solar-Wechselrichter mit dem besten MPPT.

Die Auszeichnung TOP PERFORMER 2019 für die Leistung in MPPT-Effizienztests ging an:

  • Delta
  • Schneider
  • Huawei

Aber Achtung, neben der Qualität der MPPTs kommt es auch auf die Anzahl der MPPTs an.

Bedenken Sie: Mit einem MPPT hat ein verschattetes Panel einen schlechten Einfluss auf die gesamte Anlage. Mit zwei MPPTs auf die Hälfte der Anlage und mit drei auf lediglich ein Drittel. Andererseits wird bei der Investition in Leistungsoptimierer oder Mikrowechselrichter der MPPT für jedes Panel separat berechnet und optimiert.

Selbst der beste MPPT hat seine Grenzen. Wenn Sie also Ihren Ertrag deutlich verbessern wollen, müssen Sie in die Optimierung investieren.

Beste Optimierungsoptionen

Wenn Sie die bestmögliche Optimierung erzielen möchten, dann haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Modulwechselrichter

  • Enphase
  • ABB - sie produzieren auch reguläre Wechselrichter
  • Andalay

Leistungsoptimierer

  • SolarEdge
  • Huawei - arbeitet mit Huawei und anderen Marken von Wechselrichtern.
  • Tigo - funktioniert auch mit Wechselrichtern anderer Hersteller, ohne dass die gesamte Installation optimiert werden muss.
  • Maxim - in der Theorie das beste Optimierungssystem der Welt, in der Praxis war ihr Produkt fehlerhaft.

Zuverlässigkeit von Photovoltaik-Wechselrichtern

Ein Wechselrichter ist das Nadelöhr der Anlage. Jede Störung, sogar ein Neustart des Systems, führt zu einer Unterbrechung der Stromerzeugung - manchmal für mehrere Minuten. 

Eine vorübergehende Unterbrechung kann durch eine plötzliche Spannungsänderung an der Anlage, eine plötzliche Temperaturänderung und ähnliche Ereignisse verursacht werden.

Welche Wechselrichterhersteller sind für die störungsfreie Leistung ihrer Produkte bekannt? Wie kann man das überhaupt messen?

PVEL-Tests, die die Beständigkeit gegen Temperatur und variable Betriebsbedingungen messen, sind ein guter Indikator.

Temperaturbeständige Photovoltaik-Wechselrichter

Im Jahr 2019 verlieh PVEL den Marken die Auszeichnung TOP PERFORMER für Temperaturbeständigkeit:

  • Fronius
  • Schneider
  • Huawei
  • SMA
  • Delta

Im Gegenzug wurden folgende Marken für ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber veränderten Bedingungen ausgezeichnet:

  • Delta
  • Fronius
  • Huawei

Was kostet ein Wechselrichter?

Ein Wechselrichter kostet zwischen 800 und 2000 Euro. Der Preis pro kW beträgt etwa 166 Euro. Die Kosten machen demnach ca. 13 bis 15 Prozent der gesamten Anschaffungskosten einer PV-Anlage. 

Der Preis eines Wechselrichters hängt natürlich von seiner Leistung ab. Je größer die PV-Anlage, desto teurer der Wechselrichter. Allerdings sinken die Kosten pro kW, je höheren Leistung der Installation.  

Leistung der PV-Anlage

Preis pro Watt

Preis pro kW

Kosten Wechselrichter

> 5 kWp

23,0 Cent

230 €

920 €

5 bis 10 kWp

16,6 Cent

166 €

1328 €

10 bis 100 kWp

7,4 Cent

74 €

3700 €

1-Phasen oder 3-Phasen Wechselrichter?

Nach der Anwendungsregel (VDE-AR-N 4105) zum Betrieb von PV-Anlagen sind nur noch Ein-Phasen-Wechselrichter bis zu einer Anlagengröße von 4,6 kVA pro Phase erlaubt. Alles darüber erfordert den Einsatz eines Dreiphasen-Wechselrichters.

Grundsätzlich sinkt die Nachfrage nach Einphasen-Wechselrichter rapide und Dreiphasen-Wechselrichter sind auf dem Vormarsch. Besitzer einer Kleinanlage können zwar immer noch einen 1-Phasen-Wechselrichter einsetzten, tun sich damit eventuell langfristig keinen Gefallen in Bezug auf spätere Modernisierungsmöglichkeiten. 

Zudem werden Preise für Dreiphasen-Wechselrichter immer attraktiver. Daher empfehlen wir von Anfang an den Einsatz dieser Modelle. So sind Sie für die Zukunft bestens gewappnet. 

Leistungsüberwachung und Gefahrenerkennung

Während des Betriebs ist es wichtig, alle Parameter der Photovoltaik-Anlagen zu überwachen. Auf diese Weise können Sie sicher sein, dass Sie die optimale Energiemenge erhalten und gegebenenfalls auf Unregelmäßigkeiten reagieren können.

Am einfachsten ist es natürlich, die Daten vom Display abzulesen, mit dem praktisch alle Wechselrichter auf dem Markt ausgestattet sind. Diese Daten sind jedoch nicht immer ausreichend oder vollständig.

Daher haben sich viele Hersteller und Dienstleister dazu entschlossen, auf zusätzliche Lösungen und spezielle Software zu setzen. Mit diesen können Sie nicht nur analysieren, sondern auch die Eingangs- und Ausgangsparameter des Wechselrichters aufzeichnen, historische Daten sammeln und diese verarbeiten.

SMA Sunny Places

PV-Überwachung mit Software (Quelle: SMA)

Moderne Photovoltaik-Wechselrichter können sich mit dem Netzwerk verbinden, wodurch die Daten automatisch an ein Datenerfassungs- und Verarbeitungszentrum gesendet werden können. Der Besitzer des Wechselrichters kann dann diese Daten über eine Website oder eine spezielle Anwendung einsehen.

Die Überwachung des Betriebs der Anlage dient aber nicht nur dazu, den Kunden darüber zu informieren, welch gute Entscheidung er mit der Investition in Photovoltaik getroffen hat. Wechselrichter sind auch dafür ausgelegt, schwerwiegende Fehler zu erkennen und zu melden, zum Beispiel Lichtbogen- oder Erdungsprobleme.

Die sichersten Wechselrichter im Jahr 2019
Die Auszeichnung TOP PERFORMER im Jahr 2019 für ihre Leistung bei den Tests zur Erkennung von Lichtbogen- und Erdungsproblemen ging an:

  • Delta
  • Fronius

Fazit: Darauf sollten Sie beim Wechselrichter achten

Wir haben eine ganze Reihe von Parametern, Faktoren, Untersuchungen und Tipps behandelt, um Ihnen bei der Auswahl des besten Wechselrichters zu helfen. Die sinnvolle Frage ist, welche sind die wichtigsten? Worauf sollten Sie am meisten achten?

Nachfolgend haben wir eine vereinfachte Darstellung erstellt, worauf Sie bei der Auswahl eines Wechselrichters Wert legen sollte und worauf nicht.

Entscheidungskriterien Wechselrichter

Etwas entgegen aller vorherigen Artikelinhalte denke ich jedoch, dass nicht der Wirkungsgrad, nicht die Garantie und nicht der niedrige Preis am wichtigsten sind.

Wenn ich auf zwei wichtige Dinge hinweisen müsste, auf die Sie zuerst achten sollten, wären es der Wechselrichterhersteller und der Installateur.

Warum?

Das ist der schnellste Weg, eine gute Wahl zu treffen. Und im Falle von Problemen werden eine solide Marke mit Kundensupport in Deutschland und ein zuverlässiger Solarteur zusammenarbeiten, um das Problem so schnell wie möglich zu lösen.

>