15 Vor- und Nachteile von Photovoltaik

Kai Janßen
Zuletzt aktualisiert: 07/11/2022

Steigende Energiepreise und sinkende Kosten für Solarzellen machen Solaranlagen immer gefragter. Neben der Möglichkeit, Stromkosten zu sparen, wird auch die Umwelt geschont. Mit diesen und vielen weiteren Vorteilen punktet Photovoltaik. In unserem Artikel stellen wir die – aus unserer Sicht – wichtigsten Vor- und Nachteile vor.

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Vor- und Nachteile von Photovoltaik und PV-Anlagen

Photovoltaik nutzt Sonneneinstrahlung, um daraus nutzbare Energie in Form von Strom zu erzeugen. Für private und gewerbliche Betreiber ergeben sich daraus viele Vorteile. Die Stromerzeugung ist für die nächsten 30 Jahre gesichert, man wird von steigenden Strompreisen unabhängig und bleibt dabei noch klimaneutral. Doch ähnlich einer Medaille hat auch eine PV-Anlage eine Kehrseite. Im Folgenden klären wir über ihre Vor- und Nachteile auf.

Vorteile von Photovoltaik

Die Vorteile überwiegen ganz klar die Nachteile bei Photovoltaik.

Photovoltaik spart Kosten 

Es gibt ein hartnäckiges Gerücht, dass Photovoltaik sich nicht lohnt. Das ist falsch. Mit einer PV-Anlage können Sie dauerhaft eine Menge Kosten sparen. Die Strompreise steigen jedes Jahr und werden es wahrscheinlich auch weiterhin. 

Strompreisentwicklung

Rechnet man die Anschaffungskosten auf einen Zeitraum von 20 bis 25 Jahren, lässt sich mit einer PV-Anlage eigener Strom für rund 11 Cent pro kWh erzeugen. Der Strom aus dem Netz dagegen kostet aktuell knapp 36 Cent (September 2022). Man spart also rund 25 Cent an Stromkosten pro kWh. Bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh sind das jährlich satte 1.000 €

Sonnenenergie ist eine beständige und dauerhafte Energiequelle

Die Garantien für Photovoltaik bewegen sich häufig im Bereich von 20 bis 30 Jahren. In der Realität haben PV-Anlagen aber eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren. Für diesen Zeitraum bleiben die Stromproduktion und die gesparten Stromkosten also gesichert. Die Sonnenenergie ist bekanntlich, im Gegenteil zu fossilen Brennstoffen, unendlich vorhanden und kostenlos. 

Damit eine Photovoltaikanlage eine hohe Lebensdauer erreicht, sollten Qualitätsprodukte verwendet werden. Darüber hinaus sollte eine Fachfirma für Photovoltaik die fachgerechte Planung und Installation übernehmen. Am Ende haben Sie mehr davon. Regelmäßige ReinigungWartung und eventuelle Reparaturen tragen ebenfalls zu einer langen Lebensdauer bei.

Darüber handelt ausführlicher der folgende Artikel: Lebensdauer Solaranlage: wie lange hält Photovoltaik und Co.?

Die Anschaffungskosten von Photovoltaik sinken 

Die Kosten für Photovoltaik sind gefallen. Das liegt daran, dass die Preise für Solarmodule und andere PV-Komponenten in den letzten Jahren gesunken sind. 

Kleine PV-Anlagen mit 5-6-kWp sind bereits ab 9.000 bis 10.000 € zu haben. Diese Anschaffungskosten amortisieren sich in der Regel durch die eingesparten Stromkosten nach knapp zehn Jahren. 

Photovoltaik ist gut fürs Klima

Photovoltaik bringt auch Vorteile für die Umwelt mit sich. Die Stromproduktion ist nämlich zu 100 % CO₂-frei. Bei der Stromerzeugung wird kein fossiler Brennstoff benötigt, weshalb auch keine Emissionen ausgestoßen werden. Lediglich bei der Herstellung der PV-Anlage wird CO₂ ausgestoßen. Nach ein bis drei Jahren hat eine Photovoltaikanlage jedoch mehr Energie erzeugt, als für ihre Herstellung und Transport aufgewendet wurde. Solarstrom ist deshalb gut fürs Klima. 

Photovoltaik macht unabhängig

Mit einer Photovoltaikanlage machen Sie sich autark, und zwar sowohl von Ihrem Netzbetreiber als auch den steigenden Energiepreisen. Selbst bei einem Stromausfall erzeugen Sie noch Ihren eigenen Solarstrom. Außerdem bleiben die Kosten der Stromerzeugung für die nächsten Jahrzehnte konstant. 

Solarstrom kann mit einem Stromspeicher auch nachts verwendet werden

Die Kombination aus Photovoltaik und Stromspeicher hat den Vorteil, dass Sie auch abends und nachts Ihren eigenen Solarstrom verwenden können. Sie leben autarker und müssen noch weniger Strom aus dem Netz dazu kaufen. Denn mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher können Sie den Eigenverbrauch des Solarstroms auf 80 % steigern. Bei einer einfachen PV-Anlage ohne Solarspeicher liegt dieser Wert bei rund 30 %. 

Die Vorteile von Photovoltaik mit einem Stromspeicher sind:

  • erhöhter Eigenverbrauch von 60 bis 80 %
  • erhöhte Autarkie
  • mehr Unabhängigkeit
  • mehr eingesparte Stromkosten
  • Solarstrom auch nachts und an Schlechtwettertagen verfügbar

Die Einspeisevergütung

Wer Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist, erhält eine Einspeisevergütung dafür. Diese ist in den letzten Jahren zwar enorm gesunken, doch dieses Jahr trat das neue EEG 2023 in Kraft. Mit diesem wurde die Einspeisevergütung auf 8,2 Cent (Oktober 2022) pro eingespeister kWh angehoben. 

Mit Photovoltaik kostenlos ein E-Auto laden

Sie können Ihre PV-Anlage mit einer Wallbox ausstatten, dann lässt sich ganz einfach ein E-Auto kostenlos laden. Sie sparen also Geld und erhöhen gleichzeitig die Rentabilität Ihrer Solaranlage. Denn je mehr Solarstrom Sie selbst verbrauchen, desto mehr lohnt sich die Photovoltaik.

Wie Sie die Rentabilität Ihrer eigenen PV-Anlage steigern, lesen Sie hier nach: PV-Eigenverbrauch erhöhen & überschüssigen Strom sinnvoll nutzen

Für Photovoltaik bestehen Förderungsmöglichkeiten

Für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten. Städte, Kommunen und Bundesländer bezuschussen den Kauf von PV-Anlagen und Stromspeicher nicht selten direkt. Zudem gibt es Förderungen und zinsgünstige Kredite vom BAFA und der KFW. 

Das Programm Erneuerbare Energien 270 von der KfW ist für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher gedacht. Mit diesem können Sie eine zinsgünstige Finanzierung erhalten. Gefördert werden die Kosten für Planung, Anschaffung und Installation. Informieren Sie sich darüber hinaus zusätzlich bei Ihrem Kreis oder Stadt für weitere Zuschüsse.

Kostenlose Entsorgung von PV-Modulen

Solarmodule können in der Regel kostenlos beim örtlichen Wertstoffhof abgegeben werden. Sie müssen sich also keine Gedanken um eventuelle anfallende Kosten für eine Entsorgung machen. Die Solarzellen werden sogar recycelt und das Silizium wiederverwendet.

Nachteile und Probleme von Photovoltaik

Die Photovoltaik-Technologie hat neben den zahlreichen Vorteilen auch ein paar Nachteile und Probleme. 

Hoher Anschaffungspreis

Mit 10.000 bis 20.000 € sind die Investitionskosten von Photovoltaik relativ hoch. Mit einem zusätzlichen Stromspeicher liegen sie sogar bei 15.000 bis 25.000 €. Es werden deshalb rund zehn Jahre vergehen, bis sich die PV-Anlage amortisiert. 

Wenn Ihnen die Anschaffungskosten zu hoch sind oder Sie keinen Kredit aufnehmen wollen, gibt es allerdings eine Alternative: Die Photovoltaik-Miete. Sie erhalten dann eine eigene Solaranlage für eine monatliche Gebühr. Ein Vorteil: Sie müssen nichts planen, kaufen oder warten, der Photovoltaik-Vermieter kümmert sich um alles.

Die Stromerzeugung ist abhängig vom Wetter

Da PV-Strom mithilfe von Sonneneinstrahlung erzeugt wird, ist der PV-Ertrag stark vom Wetter abhängig. Bereits eine leichte Bewölkung kann den Stromertrag um bis zu 60 % mindern. 

Wollen Sie unabhängiger vom Wetter sein, können Sie einen Stromspeicher installieren. Dieser speichert den überschüssigen Strom an sonnigen Tagen und stellt ihn für schlechtere Tage bereit. 

Im Winter wird weniger Strom erzeugt

Im Winter erzeugt eine Solaranlage generell deutlich weniger Photovoltaik-Leistung als im Sommer. Rund 70 % des jährlichen Stromertrags werden von April bis Oktober produziert. Der Ertrag von November bis Februar ist besonders niedrig, aber nicht null. Planen Sie deshalb mit ein, dass Sie im Winter mehr Netzstrom zusätzlich beziehen müssen.

ZeitraumMöglicher Photovoltaik-Ertrag
Januar20,5 kWh/kWp
Februar31,6 kWh/kWp
März80,3 kWh/kWp
April138,5 kWh/kWp
Mai146,0 kWh/kWp
Juni139,3 kWh/kWp
Juli146,0 kWh/kWp
August124,0 kWh/kWp
September93,16 kWh/kWp
Oktober41,0 kWh/kWp
November26,5 kWh/kWp
Dezember13,7 kWh/kWp
Gesamtjahr1000,8 kWh/kWp

Auf Solarstrom fällt eine Steuer an

Das Betreiben einer Photovoltaik gilt als gewerbliche Tätigkeit. In einigen Fällen wird sie sogar als Gewerbe angemeldet und es fällt die Umsatzsteuer an. Vorteil der Umsatzsteuer ist, dass Sie auch die Mehrwertsteuer auf die Anschaffungskosten geltend machen können. Sie können aber auch auf die Kleinunternehmerregelung zurückgreifen. In diesem Fall werden die Einnahmen und Ausgaben aus der PV-Anlage in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht und die Umsatzsteuer entfällt. 

Ist Ihnen der bürokratische Aufwand zu hoch, können Sie auf die Liebhaberei-Regelung zurückgreifen. Diese gilt für Anlagen bis 10-kWp im privaten Gebrauch. Bei dieser Lösung ist Ihre Photovoltaik komplett von der Einkommensteuer befreit. 

PV-Anlagen verlieren mit der Zeit an Leistung

Leider verlieren PV-Module mit der Zeit an Leistung. Dieser Vorgang wird Leistungsdegradation genannt. In der Regel wird von einer Degradation von 0,5 % pro Jahr ausgegangen. Laut Solarherstellern besteht jedoch kein Grund zur Sorge. In der Realität sind niedrigere Werte von 0,15 % realistisch. Die meisten Produzenten gewähren deshalb eine Leistungsgarantie von 20 bis 25 Jahren. Das bedeutet, dass die Leistung der Photovoltaik nach 20 bis 25 Jahren immer noch gut ist. 

Fazit

Die Vorteile bei Photovoltaik überwiegen klar die Nachteile. Sie können von Kosteneinsparungen und emissionsfreier Energieerzeugung über garantiert mindestens 25 Jahre ausgehen. Der Anschaffungspreis kann mit Förderungen und günstigen Krediten gestemmt werden. Der Kauf von Photovoltaik lohnt sich nämlich.

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