Photovoltaikanlage Komplettpaket mit Montage: Kosten & Kauftipps

Kai Janßen
Zuletzt aktualisiert: 26/08/2022

Was kosten Photovoltaikmodule und Montage? Wann lohnt sich Photovoltaik überhaupt und welche Komponenten benötigen Sie wirklich? In unserem Artikel bekommen Sie alle Informationen, um Ihre eigene Photovoltaikanlage effizient zu planen und diese zu finanzieren. Außerdem erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf achten sollten und welche Fehler man vermeiden sollte.

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Was kostet eine Photovoltaikanlage im Komplettpaket mit Montage? 

Die Kosten einer Photovoltaikanlage im Komplettpaket mit Montage liegen bei 1.200 € bis 1.400 € pro Kilowatt-Peak. Somit betragen die Gesamtkosten einer PV-Anlage zwischen 5 kWp und 10 kWp 7.000 € bis 17.000 €. Diese Anlagengröße ist in etwa nötig bei Ein- und Mehrfamilienhäusern. Diese Schätzung gilt für herkömmliche PV-Anlagen mit monokristallinen oder polykristallinen Solarmodulen und ohne einen Stromspeicher. 

Die Kosten setzen sich hauptsächlich aus dem Preis für die Solarmodule und die Montage zusammen. Monokristalline Solarzellen sind in der Regel teurer, haben dafür aber einen höheren Wirkungsgrad. Polykristalline Solarmodule sind günstiger und eignen sich besonders, wenn eine größere Solarfläche verfügbar ist. Das liegt daran, dass Sie aufgrund des geringeren Wirkungsgrades mehr Solarpanels benötigen.

Preis einer Photovoltaikanlage mit Speicher im Komplettpaket

Der Preis einer Photovoltaikanlage mit Speicher im Komplettpaket inklusive Montage liegt zwischen 2.200 und 3.000 Euro pro Kilowatt-Peak. Eine Photovoltaikanlage mit 5kWp Leistung kostet demnach etwa 13.000 Euro bis 17.000 Euro inklusive Speicher. Die Kosten variieren je nach Region und Qualität der verbauten Komponenten.    

Größe PV-AnlageKosten PV-AnlageKosten PV-Anlage mit Speicher
5 kWp7.000 € - 10.000 €13.000 € - 17.000 €
6 kWp8.000 € - 11.000 €14.000 € - 18.500 €
7 kWp9.000 € - 12.000 €15.000 € - 20.000 €
8 kWp10.000 € - 13.000 €16.000 € - 21.000 €
9 kWp11.000 € - 15.000 €17.000 € - 22.500 €
10 kWp12.000 € - 17.000 €18.500 € - 24.000 €

Photovoltaikanlage mit oder ohne Speicher? 

Aber lohnt sich ein Stromspeicher überhaupt?

Ob sich ein Stromspeicher rentiert, hängt von Ihrem individuellen Stromverbrauch ab. Die PV-Anlage und der Stromspeicher sollten immer auf diesen dimensioniert sein. Früher hat es sich noch gelohnt, Photovoltaik so groß wie möglich zu dimensionieren und den kompletten Strom für die Einspeisevergütung ins Netz einzuspeisen. Heute liegt die Einspeisevergütung jedoch nur noch bei 6,24 Cent (Stand Juli 2022), was deutlich unter dem aktuellen Strompreis (32,7 Cent/kWh im Juli 2022) ist. 

Es lohnt sich also so viel Solarstrom wie möglich selber zu verbrauchen. Bei einer normalen Anlage liegt der Photovoltaik-Eigenverbrauch an Solarstrom bei knapp 30%. Mit einem Stromspeicher kann man diesen deutlich erhöhen. Denn der Stromspeicher stellt auch dann Solarstrom zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint. Das bedeutet, Sie können abends und nachts Ihren eigenen Strom verwenden, statt teuren Strom aus dem Netz zu beziehen. 

-> Lesen Sie mehr: PV-Eigenverbrauch erhöhen & überschüssigen Strom sinnvoll nutzen

Aber lohnen sich die teureren Anschaffungskosten mit einem Stromspeicher wirklich? Wir haben für Sie eine Beispielrechnung erstellt.

In unserem Beispiel gehen wir von einer PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 kWh aus. Für die Deckung des Strombedarfs ist eine 5 kWp PV-Anlage geplant, einmal mit einem passendem Speicher und einmal ohne. Die Mindestlaufzeit beträgt 20 Jahre

  • Strompreis aus dem Netz: 32,7 Cent (Stand Juli 2022)
  • Jährliche Strompreissteigerung: 6,4%
  • Eigenverbrauchsanteil: ohne Speicher 30%, mit Speicher 65%
  • Netzeinspeisung: ohne Speicher 70%, mit Speicher 35%
  • Einspeisevergütung: 6,24 Cent (Stand Juli 2022)

KostenstelleSolaranlage kaufenSolaranlage mit StromspeicherStrombezug
Anschaffungskosten (inkl. Montage)8.000€14.000€0€
Wartung, Reinigung, Reparatur + Versicherung über 20 Jahre8.000€8.200€0€
Netzstrom (inkl. jährliche Preissteigerung über 20 Jahre)70% Netzbezug = 35.165,3 €35% Netzbezug = 17.582,81 €50.236,61€
Erhalt Einspeisevergütung (Abzug von Kosten)4.000 x 0,7 x 0,0624 x 20 = 3.494,40 €4.000 x 0,35 x 0,0624 x 20 = 1.747,20 €0€
Gesamtkosten Strom31.671,23€15.835,61€50.236,61€
Gesamtkosten Anlage16.000€22.200€0€
Kosten insgesamt47.671,23€38.035,61€50.236,61€
Gespart2.565,38€12.201,00€/

Wie Sie der Tabelle entnehmen können, kommen neben den Anschaffungskosten noch Kosten für Versicherung, Reinigung und Wartung hinzu. Diese Kosten sind für den Zeitraum von 20 Jahren fällig. Dennoch lohnt sich sowohl eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher als auch eine ohne, da bei beiden gespart wird.

Wie hoch der genaue Gewinn ausfällt, lässt sich schwer bestimmen. Der individuelle Stromverbrauch kann sich ändern, ähnlich wie die Strompreise. Steigen die Strompreise höher als der erwarteten 6,4%, ist die Ersparnis auch höher. Steigen die Preise jedoch weniger, sinkt auch die Stromkostenersparnis etwas. Eine exakte Kalkulation ist deshalb nicht möglich. Es lohnt sich deshalb, Photovoltaik-Angebote genau zu vergleichen

Wo können Sie eine Photovoltaikanlage im Komplettpaket mit Montage kaufen? 

Photovoltaikanlagen im Komplettpaket bekommen Sie von Solarteuren und Photovoltaik-Fachbetrieben. Bei der Wahl des richtigen Unternehmens müssen Sie zwischen regional und nationalen Anbietern unterscheiden. Gute nationale Anbieter sind Zolar, Eigensonne und Solarwatt. Die Bequemlichkeit für den Käufer steht bei nationalen Anbietern klar im Vordergrund. Ihre Werbeauftritte sind groß und übersichtlich und sie bieten ein Komplett-Sorglos-Paket. Sie beauftragen jedoch regionale Firmen als Subunternehmer, was das Angebot teurer macht, da beide Firmen dran verdienen.

Regionale Anbieter sind im privaten Bereich deshalb oft die bessere Wahl. Ihr Ansprechpartner ist vor Ort, Sie vermeiden lange Anfahrtswege, sparen Kosten und die Kommunikation ist häufig direkter und schneller. Regionale Betriebe können Sie gut auf Google Maps, im Telefonbuch oder durch Referenzen von Freunden und aus der Nachbarschaft finden. Sie können aber auch unser Formular ausfüllen, um Angebote von qualifizierten Fachbetrieben aus Ihrer Region zugesendet zu bekommen. Das Ganze ist kostenlos und unverbindlich.

Darauf sollten Sie bei einem PV-Angebot achten

Nehmen Sie nicht das erstbeste Angebot, das Sie erhalten. Vergleichen Sie unbedingt mehrere, bevor Sie sich für den Kauf einer Anlage entscheiden. Achten Sie beim Angebotsvergleich auf folgende Aspekte:

  • Werden Ihnen qualitativ hochwertige Anlagenkomponenten angeboten? 
  • Gibt es Referenzen von dem Fachbetrieb? Fragen Sie unbedingt nach diesen.
  • Bietet das Unternehmen einen kostenlosen Ortstermin an? Seriöse Firmen begutachten Ihr Dach und beantworten alle Ihre Fragen.
  • Wie schnell ist die Kommunikation? Geht es schleppend voran, wird sich das auch nach dem Kauf nicht wirklich ändern. 

Wirtschaftlichkeit und Rentabilität einer Photovoltaikanlage (mit und ohne Speicher)

Photovoltaik lohnt sich für private Haushalte. In Durchschnitt amortisiert sich eine Photovoltaikanlage bereits nach 10 bis 15 Jahren. Das bedeutet, dann haben Sie die Anschaffungskosten mit den gesparten Stromkosten wieder reingeholt. Die Anlagen laufen aber nicht nur 10 Jahre, sondern im Schnitt 20 bis 30 Jahre.

Eine wirtschaftliche Rentabilität erreichen Sie aber nur, wenn die PV-Anlage auch wirklich auf Ihren Verbrauch dimensioniert ist. Bei einer zu großen Anlage wird der Großteil des Solarstroms in Netz eingespeist und Sie verlieren Geld. Und die Anschaffung von Photovoltaik rentiert sich nicht, wenn Sie die aktuellen 6,24 Cent Einspeisevergütung pro kWh erhalten. 

Photovoltaikanlage Komplettpaket inkl. Montage - kaufen oder mieten? 

Können oder wollen Sie die Anschaffungskosten nicht tragen, können Sie auch eine Solaranlage mieten. Dafür schließen Sie einen Vertrag mit einem Anbieter für Miet-Solaranlagen ab. Dieser übernimmt die Planung, Montage, Wartung, Reparaturen und die Versicherung für Sie. Die Vertragslaufzeiten betragen in der Regel 15 bis 20 Jahre. 

Sehr gute Anbieter sind DZ-4, Zolar, Eigensonne und Enpal. Wir haben für Sie hunderte Onlinebewertungen durchforstet und folgendes Ranking erstellt.

PlatzAnbieterBewertungTestVerfügbarkeit
1DZ4 Logo small4,5 von 5zum TestVerfügbarkeit prüfen
2Logo Enpal small4,2 von 5zum TestVerfügbarkeit prüfen
3Logo Eigensonne small4,1 von 5zum TestVerfügbarkeit prüfen
4Zolar Logo Small3,9 von 5zum Test

Das Mieten einer Anlage kostet bei diesen Anbietern zwischen 50 und 200 Euro. Der Preis ist abhängig von der Leistung der Anlage. 

Leistung der PV-AnlageMietpreis pro MonatMietpreis pro Jahr
bis zu 3,3 kWp53 Euro636 Euro
bis zu 4,9 kWp68 Euro816 Euro
bis zu 6,5 kWp81 Euro972 Euro
bis zu 8,1 kWp99 Euro1.188 Euro
bis zu 9,8 kWp114 Euro1.368 Euro

Für eine PV-Anlage mit Stromspeicher müssen Sie monatlich zusätzlich 50 bis 75 Euro mehr zahlen. 

Welche Zuschüsse und Förderungen gibt es? 

Wer im Jahr 2022 eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach plant, kann auf verschiedene Zuschüsse und Fördermöglichkeiten zurückgreifen. 

Eine Förderungen gibt es beispielsweise von der KfW. Mit dem Programm 270 - Erneuerbare Energien Standard, bekommen Sie einen Kredit mit effektivem Jahreszins von etwa 1,03 %. 

Viele Bundesländer bezuschussen den Kauf eines Stromspeichers. Die Förderungen sind oft zeitlich begrenzt. Schauen Sie deshalb vor Vertragsabschluss, ob es gerade eine Förderung in Ihrer Region gibt. Oft sind bis zu 300 Euro pro kWh Speicherkapazität drin.

Fazit

Die Kosten einer eigenen PV-Anlage sind in den letzten Jahren enorm gesunken. Gleichzeitig explodieren die Strompreise. Die Anschaffung lohnt sich deshalb. Besonders wenn Sie den Strom selbst verbrauchen, wird sich Ihre PV-Anlage oft bereits nach 10 bis 15 Jahren amortisiert. Die nächsten 10 bis 20 Jahre erzielen Sie also Gewinn und das komplett umweltfreundlich.

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