Photovoltaik und Photovoltaikanlagen: Funktion, Kosten, Förderung, Rechner

Stefano Fonseca
Zuletzt aktualisiert: 12/09/2025

Solarstrom selbst erzeugen und langfristig Stromkosten sparen, Photovoltaikanlagen machen genau das möglich. Sie nutzen Solarenergie, um Strom für den eigenen Haushalt bereitzustellen. In diesem Ratgeber zeigen wir, wie Photovoltaik funktioniert, was eine Solaranlage aktuell kostet, welche Förderungen es gibt und ob sich eine PV-Anlage für Sie lohnt.

Das Wichtigste zuerst

Was ist Photovoltaik?

Photovoltaik ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mittels Solarzellen.

Was kostet Photovoltaik?

Eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus kostet zwischen 6.000 und 14.000 €. 

Aufbau einer PV-Anlage

Eine Photovoltaik-Anlage besteht aus Solarzellen, einem Wechselrichter, Montagesystem, Verkabelung und einem optionalen Speicher.

Wir Photovoltaik gefördert?

Photovoltaik wird in Deutschland durch staatliche Förderprogramme und Einspeisevergütungen unterstützt.

Was ist Photovoltaik? 

Die Definition Photovoltaik bezeichnet den Umwandlungsprozess von Lichtenergie in Strom. Photovoltaik ist eine von mehreren Arten der Nutzung von Solarenergie als Energiequelle. Damit der photovoltaische Prozess funktioniert, wird eine PV-Anlage benötigt. 

Was ist eine Photovoltaikanlage? 

Eine Photovoltaikanlage ist ein Energiesystem, das Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandelt. Sie besteht aus mehreren Solarzellen, die in Solarmodulen zusammengefasst sind, einem Wechselrichter und einem optionalen Stromspeicher. 

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Solarangebote

Solar-Balkon: Stecker-Photovoltaikanlage

In jüngster Zeit erfreuen sich sogenannte Balkonkraftwerke zunehmender Beliebtheit. Dabei handelt es sich um kleine Solaranlagen mit 1 bis 2 Modulen, die direkt an eine normale Steckdose angeschlossen werden. Diese Mini-PV-Anlagen haben meist eine Nennleistung von 400 bis 800 Watt und bestehen aus einem oder zwei 400-Watt-Solarmodulen. 

Seit 1. Januar 2024 gilt in Deutschland eine Bagatellgrenze von 800 Watt, zuvor waren es 600 Watt. Damit dürfen nun zwei Module mit einer Gesamtleistung von 2.000 Watt legal betrieben und vereinfacht angemeldet werden, solange die Wechselrichterleistung auf 800 Watt begrenzt ist.

Auch dürfen seit dem Solarpaket I im Oktober 2024 Mieter ein Balkonkraftwerk grundsätzlich installieren. Der Vermieter kann dies nur aus triftigen Gründen ablehnen, etwa bei Denkmalschutz oder baulichen Sicherheitsbedenken.

Was ist der Unterschied zwischen Solar und Photovoltaik?

Der größte Unterschied zwischen Solar und Photovoltaik ist die Art und Weise, wie sie die Solarenergie umwandeln. Solarthermie erzeugt Wärmeenergie, während Photovoltaik elektrische Energie bereitstellt. Sie verwenden entsprechend unterschiedliche Technologien. Solarthermie nutzt Solarkollektoren und Photovoltaik nutzt Solarzellen.

Infografik: Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie

Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie

Wie funktioniert eine PV-Anlage?

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht mittels Solarzellen in elektrische Energie um. Photonen des Sonnenlichts regen Elektronen in den Zellen an und erzeugen auf diese Weise einen elektrischen Strom, der ferner vom Wechselrichter für den Gebrauch umgewandelt oder in einem Stromspeicher gespeichert wird.

Für diesen Prozess werden die folgenden verschiedene Komponenten benötigt. 

Solarmodule

In einer PV-Anlage sind die Solarmodule sind das Herzstück. Sie bestehen aus miteinander geschalteten Solarzellen, die das Sonnenlicht mithilfe eines Halbleitermaterials in elektrische Energie umwandeln. Das Herstellungsverfahren bestimmt dabei die Struktur der Solarzellen:

  • Monokristalline Solarzellen bestehen aus reinem Silizium und haben eine dunkle Farbe. Ihre Herstellung ist aufwendig, wodurch sie vergleichsweise teurer sind. Sie bieten einen hohen Wirkungsgrad durch optimale Lichtabsorption;
  • Polykristalline Solarzellen sind aus vielen Siliziumkristallen zusammengesetzt und haben eine bläuliche Farbe. Sie sind einfacher und günstiger in der Herstellung. Ihr Wirkungsgrad ist niedriger im Vergleich zu monokristallinen Zellen.
Infografik: monokristalline vs. polykristalline Solarzellen

Arten von Solarzellen: monokristallin vs. polykristallin

Neben klassischen PV-Modulen gibt es auch sogenannte Solardachziegel. Dabei handelt es sich um Dachziegel, in denen Solarzellen eingebettet sind. Sie werden aus Ton, Schiefer oder Kunststoff hergestellt und funktionieren wie Miniatur-Solarmodule. Die Solardachziegel werden miteinander verkabelt, wodurch eine ähnliche Fläche zur Stromerzeugung wie bei Solarmodulen entsteht. Der Wirkungsgrad bei Solardachziegeln ist jedoch mit 8 bis 15% deutlich geringer.

In unserem großen Solapanel-Test und -Vergleich haben wir über 70 Solarmodule unter die Lupe genommen und miteinander verglichen.

Platz

Hersteller

Herkunft

Gesamtwertung

Leistung

Zuverlässigkeit

Preis-Leistung

1

china flagge

4,57

4,62

4,49

4,55

2

china flagge

4,5

4,73

4,44

4,1

3

china flagge

4,43

4,08

4,59

4,98

4

Südkorea Flagge

4,4

4,2

4,73

4,47

5

china flagge

4,38

4,06

4,46

4,93

6

china flagge

4,33

4,01

4,52

4,79

7

china flagge

4,21

3,8

4,6

4,64

8

china flagge

4,2

4,11

4,51

4,08

9

Deutschland Flagge

4,17

3,88

4,35

4,58

10

Deutschland Flagge

4,15

3,83

4,66

4,27

11

Südkorea Flagge

4,14

3,87

4,53

4,27

12

Deutschland Flagge

4,13

4,31

4,65

3,23

13

Deutschland Flagge

4,08

3,73

4,6

4,25

14

Deutschland Flagge

4,05

3,78

4,6

4,02

15

Deutschland Flagge

4,04

3,88

4,62

3,75

16

china flagge

4,03

4,02

3,35

4,73

17

china flagge

3,93

4,0

3,18

4,53

18

Deutschland Flagge

3,9

3,82

4,8

3,16

19

Taiwan Flagge

3,88

3,71

4,35

3,73

20

china flagge

3,77

3,96

3,35

3,8

21

Deutschland Flagge

3,71

3,75

4,35

3,01

Wechselrichter

Der Wechselrichter funktioniert als zentrales Schaltelement, indem es den erzeugten Solarstrom für den Verbrauch nutzbar macht. Solarzellen erzeugen Gleichstrom, während der Hausstromkreis und das öffentliche Stromnetz mit Wechselstrom operieren. Der Wechselrichter ist für diesen Umwandlungsprozess von Gleichstrom auf Wechselstrom verantwortlich.

PV-Speicher

Ein PV-Speicher speichert den Solarstrom für die spätere Nutzung. Solaranlagen produzieren nur Strom, wenn die Sonne scheint, was in der Regel nicht den Verbrauchszeiten entspricht. Ein PV-Speicher erhöht den Eigenverbrauch und verringert die Abhängigkeit von Stromversorgern. Für die Speicherung des Solarstroms wandeln die Stromspeicher den Strom in chemische Energie um.

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Die durchschnittlichen Kosten für eine Photovoltaikanlage liegen bei 900 bis 1.500 € pro installiertem kWp. Ein Stromspeicher erhöht die Kosten um etwa 400 € pro kWh Speicherkapazität. Dementsprechend liegen die Kosten einer PV-Anlage für ein Einfamilienhaus im Durchschnitt zwischen 6.000 und 14.000 €.

EigenschaftenKleines DachMittleres DachGroßes Dach
Dachfläche35 m²50 m²100 m²
Nennleistung5 kWp7 kWp14 kWp
Kosten PV-Anlage ohne Stromspeicher6.000 – 7.000 €7.000 – 9.000 €11.000 – 13.000 €
Speicherkapazität5 kWh7 kWh14 kWh
Kosten PV-Anlage mit Stromspeicher8.000 – 9.000 €9.500 – 11.000 €16.000 – 19.000 €

Die Kosten für eine Photovoltaikanlage hängen von mehreren Faktoren ab. Zu diesen Faktoren gehören die Größe der Anlage, die Leistung der Solarmodule, die Art der Installation, der Standort und zusätzliche Komponenten wie Montagesysteme. 

Was sollte ein Kostenvoranschlag beinhalten?

Ein Kostenvoranschlag für eine Photovoltaikanlage sollte alle wesentlichen Leistungen und Komponenten transparent und nachvollziehbar aufführen. Dazu gehören:

  • Anzahl und Typ der Solarmodule (Hersteller und Leistung in Wp)
  • Wechselrichter (Hersteller, Modell und Leistung)
  • Stromspeicher (Kapazität in kWh, Hersteller und Modell)
  • Montagesystem (Hersteller, Montageart, Befestigungsmaterial, Ausführung einlagig oder Kreuzverband, Gerüst inkludiert oder nicht?)
  • Verkabelung, Elektroinstallation und Einspeisezähler oder Smart-Meter
  • Anmeldung beim Netzbetreiber und ggf. Unterstützung bei der Förderung
  • Gesamtkosten inklusive Montage, Planungs- und Anfahrtskosten
  • Zeitplan für Lieferung, Installation und Inbetriebnahme
  • Garantiezeiten für Technik und Installation
  • Hinweise zu Wartung oder Serviceleistungen

Je transparenter das Angebot aufgeschlüsselt ist, desto einfacher lassen sich Preise vergleichen und versteckte Kosten vermeiden.

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Ist Photovoltaik steuerfrei in Deutschland?

Seit dem 1. Januar 2023 gelten für PV-Anlagen der Nullsteuersatz und die Vereinfachungsregelung. Durch den Nullsteuersatz entfällt die Umsatzsteuer beim Kauf von Photovoltaikanlagen und Zubehör. Die Vereinfachungsregelung befreit Anlagen mit Nennleistung bis zu 30 kWp von der Einkommensteuer

Lohnt sich eine PV-Anlage?

Eine PV-Anlage lohnt sich aufgrund des Nullsteuersatzes, der steuerlichen Vereinfachungsregelung, der höheren Einspeisevergütung und die steigenden Stromkosten mehr als je zuvor. Dabei sollte der Anschaffungspreis nicht die 2.000 € pro installiertem kWp überschreiten.

Eigenverbrauch oder Volleinspeisung?

Aktuell lohnt sich der Eigenverbrauch viel mehr als die Volleinspeisung. Während 1 kWh selbst erzeugter Solarstrom leicht unter 10 Cent kostet, zahlt man für 1 kWh Strom aktuell rund 28 Cent. Zwar erhält man für die Volleinspeisung 12,47 Cent pro kWh, dennoch zahlt sich der Eigenverbrauch langfristig mehr aus. Beim Eigenverbrauch spart man rund 18 Cent pro kWh, bei der Volleinspeisung nur 15 Cent.

Wird Photovoltaik in Deutschland gefördert?

Ja, in Deutschland werden Photovoltaik-Förderungen angeboten. Wenn Sie Ihre PV-Anlage an das öffentliche Stromnetz anschließen, steht Ihnen ein zinsgünstiger KfW-Kredit über Ihre Hausbank zur Verfügung. Sie profitieren auch von der Einspeisevergütung. Ihr Stromversorger zahlt Ihnen bei Überschusseinspeisung 5,56 bis 7,86 Cent pro kWh und bei Volleinspeisung 10,94 bis 12,47 Cent pro kWh. Weitere Förderungen gibt es von Ländern und Kommunen.

Muss ich eine PV-Anlage anmelden?

Jede PV-Anlage muss unmittelbar nach der Inbetriebnahme angemeldet werden. Eine Anmeldung bei der Bundesnetzagentur ist für alle Solaranlagen Pflicht. Wird die PV-Anlage an das öffentliche Netz angeschlossen, muss sie ebenfalls beim Netzbetreiber angemeldet werden. Eine Anmeldung beim Finanzamt ist nur für Anlagen mit Nennleistung über 30 kWp notwendig.

Muss ich eine Photovoltaikanlage versichern?

Eine Versicherung für Photovoltaikanlagen ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber dringend zu empfehlen. Schäden an der Anlage selbst lassen sich über eine spezielle PV-Versicherung abdecken, während mögliche Haftungsfälle durch die private Haftpflicht abgesichert sein sollten. Ist die Anlage fest auf dem Dach installiert, ist sie meist über die Wohngebäudeversicherung mitversichert, allerdings muss der Versicherer über die Installation informiert werden, damit der Schutz greift.

Wie viel Strom produziert eine Photovoltaikanlage in Deutschland?

Eine Photovoltaikanlage produziert in Deutschland circa 1.000 kWh pro Jahr für jeden kWp installierter Nennleistung. Der PV-Ertrag variiert je nach Standort zwischen 800 und 1.200 kWh pro Jahr. Im Norden ist die Globalstrahlung etwas geringer, weswegen der Ertrag eher in Richtung 800 kWh pro Jahr geht. Im Süden ist ein jährlicher Ertrag von bis zu 1.200 kWh realistisch.

Kann ich Photovoltaik mit einer Wärmepumpe kombinieren?

Ja, Photovoltaik kann mit einer Wärmepumpe kombiniert werden. Dabei nutzt die Wärmepumpe den Solarstrom für ihren Betrieb, statt Strom aus dem Netz zu ziehen. Das ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch vorteilhaft. Sie erhöhen auf diese Weise den Eigenverbrauchsanteil und reduzieren erheblich die Energiekosten.

Geschichte und Entwicklung von Photovoltaik in Deutschland

Deutschland treibt den Ausbau der Photovoltaik seit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2000 konsequent voran. Ziel der Energiewende ist es, bis 2050 rund 80% des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. Die Solarenergie spielt dabei eine zentrale Rolle. Ende des ersten Quartals 2025 lag die installierte Photovoltaik-Leistung in Deutschland bereits bei 94,6 Gigawatt, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 73,8 GW aus Mitte 2023. Allein im Jahr 2024 wurden rund 16,9 GW neu installiert, was einem Rekordwert entspricht. Auch der Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung wächst kontinuierlich: 2024 stammten etwa 15% des gesamten Stroms aus Solarenergie, im ersten Quartal 2025 lag der Anteil bei rund 11%. Die Zahlen zeigen, dass Photovoltaik längst ein fester Bestandteil der deutschen Stromversorgung ist.

Welche Anbieter von Photovoltaik gibt es in Deutschland?

Sie können eine Photovoltaikanlage mit oder ohne Finanzierung bei verschiedenen Photovoltaik-Anbietern kaufen. Diese 13 Anbieter sind auf dem deutschen Markt etabliert:

  • Zolar
  • Sveasolar (IKEA)
  • Solarwatt
  • enviaM Solar
  • Klarsolar
  • EWE Solar
  • Wegatech
  • Enpal
  • 1Komma5°
  • E.ON
  • Enerix
  • IBC Solar
  • DZ-4
  • Yello

Alternativ können Sie auf regionale Fachbetriebe zugreifen. Diese sind meist günstiger. Gerne unterstützen wir Sie dabei. Füllen Sie dafür das untere Formular aus.

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